Tomatensoße selber machen aus frischen Tomaten – einfach, aromatisch & gesünder als gekauft

Tomatensoße selber machen aus frischen Tomaten – einfach, aromatisch & gesünder als gekauft

Wenn im Spätsommer plötzlich alle Tomaten gleichzeitig reif werden, gibt es kaum etwas Besseres als eine Tomatensoße aus frischen Tomaten. Vollreife Gartentomaten bringen so viel Geschmack mit, dass es dafür nur wenige Zutaten braucht – und das Ergebnis schmeckt deutlich runder als jede Soße aus dem Glas.


Wir kochen die Soße mit Zwiebel, Knoblauch, Kräutern und etwas Olivenöl und servieren sie zu einer Mischung aus Vollkornnudeln und Linsen- oder Kichererbsennudeln. So wird aus einem einfachen Sommergericht eine sättigende Mahlzeit mit mehr Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß.

Welche Tomaten eignen sich für Tomatensoße?


Am besten schmeckt die Soße mit wirklich reifen, aromatischen Tomaten. Besonders gut geeignet sind Sorten mit viel Fruchtfleisch und wenig Wasseranteil, zum Beispiel Fleischtomaten oder klassische Soßentomaten.


Eine Mischung verschiedener Gartentomaten funktioniert aber genauso gut. Süße Cocktailtomaten zusammen mit größeren Fleischtomaten geben der Soße sogar ein besonders rundes Aroma.


Sind die Tomaten sehr wasserreich, kann schon beim Schneiden etwas Flüssigkeit abgegossen werden. Dann muss die Soße später nicht so lange einkochen und der frische Tomatengeschmack bleibt besser erhalten.


Cremige Tomatenpasta aus frischen Tomaten


Für ca. 4 Portionen


Zutaten für die Tomatensoße


- 1,2–1,5 kg vollreife, möglichst fleischige Tomaten
- 1 große Zwiebel
- 3–4 Knoblauchzehen
- 1–2 EL Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 kleine Handvoll frisches Basilikum
- ½–1 TL Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
- optional etwas Chili
- optional 1 TL Agavendicksaft, falls die Tomaten sehr säuerlich sind


Für die vollwertigere Pasta


- 200 g Vollkornnudeln
- 200 g Linsen- oder Kichererbsennudeln
- ca. 150 ml Nudelwasser
- frisches Basilikum zum Servieren


Zubereitung


1. Tomaten vorbereiten
Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und grob würfeln. Die Schale kann dranbleiben, sie wird später einfach mitpüriert.


2. Zwiebel, Knoblauch und Tomatenmark anrösten
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen. Sie darf ruhig etwas Farbe bekommen. Dann den Knoblauch kurz mitbraten und anschließend das Tomatenmark etwa eine Minute mitrösten. Genau dieser kleine Schritt macht die Soße später besonders intensiv.

3. Tomaten einkochen
Die Tomaten dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen und einmal kräftig aufkochen lassen. Dann ohne Deckel etwa 15 bis 20 Minuten sanft köcheln, bis die Tomaten zerfallen und ein Teil der Flüssigkeit verdampft ist.


4. Pürieren und abschmecken
Die Soße mit dem Stabmixer pürieren – wir mögen es, wenn nur etwa zwei Drittel püriert werden und noch etwas Struktur bleibt. Das frische Basilikum erst zum Schluss unterrühren. Jetzt unbedingt probieren: Sind die Tomaten süß und vollreif, braucht die Soße normalerweise keine zusätzliche Süße.


5. Nudeln kochen
Vollkornnudeln und Hülsenfruchtnudeln nach Packungsanweisung kochen, bei unterschiedlicher Garzeit einfach getrennt und danach mischen. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Nudelwasser auffangen.


6. Alles verbinden
Die Nudeln direkt zur Soße geben, einen Schluck Nudelwasser dazu und ein bis zwei Minuten gemeinsam ziehen lassen. Die Stärke im Nudelwasser sorgt dafür, dass sich Soße und Pasta schön verbinden. Mit frischem Basilikum, Pfeffer und einem Schuss gutem Olivenöl servieren.


Warum wir Vollkorn- und Hülsenfruchtnudeln mischen


Vollkornnudeln liefern mehr Ballaststoffe als helle Nudeln, Linsen- und Kichererbsennudeln bringen zusätzlich pflanzliches Eiweiß mit. Durch die Mischung bleibt trotzdem das typische Pasta-Gefühl erhalten.


Für uns ist genau das ein Kern der pflanzlichen Vollwertküche: Lieblingsgerichte müssen nicht komplett umgebaut werden. Oft reichen kleine Anpassungen, damit ein Gericht nährstoffreicher und sättigender wird.


Warum gekochte Tomaten so interessant sind


Tomaten enthalten den roten Pflanzenfarbstoff Lycopin, ein Carotinoid mit antioxidativer Wirkung. Spannend ist: Aus gekochten und verarbeiteten Tomaten kann Lycopin vom Körper häufig besser aufgenommen werden als aus rohen. Da es fettlöslich ist, passt das bisschen Olivenöl in der Soße perfekt dazu.


Das heißt nicht, dass gekochte Tomaten grundsätzlich besser sind als rohe. Beide haben ihre Vorteile und dürfen regelmäßig auf dem Teller landen.


Was du sonst noch mit der Tomatensoße machen kannst


Die Soße ist eine wunderbare Grundlage für Lasagne, Pizza, Gemüseaufläufe, gefüllte Paprika oder Zucchini, Gnocchi, Polenta, Reisgerichte und Gemüsepfannen.


Wer gerade viel erntet, kocht deshalb am besten gleich eine größere Menge und verwendet sie über die Woche für ganz unterschiedliche Gerichte.

 

Ein einfaches Sommergericht aus dem Garten


Solche Rezepte zeigen für uns, dass pflanzliche Vollwertküche überhaupt nicht kompliziert sein muss. Ein paar reife Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Kräuter und gute Nudeln – daraus entsteht ein richtig schönes, sättigendes Essen.


Gerade im Sommer gehen wir am liebsten zuerst in den Garten und schauen, was reif ist. Statt einem festen Speiseplan zu folgen, darf die Ernte bestimmen, was auf den Teller kommt.


Du möchtest pflanzlich vollwertig kochen lernen?


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Dabei geht es nicht nur ums Nachkochen einzelner Rezepte. Uns ist wichtiger, dass du das Wissen bekommst, um deine eigenen Gerichte immer wieder neu zu kombinieren – bis pflanzliche Vollwertküche ganz selbstverständlich zu deinem Alltag gehört.

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Viel Freude beim Nachkochen!

Ganz liebe Grüße Theresa

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