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Tomatensoße selber machen aus frischen Tomaten – einfach, aromatisch & gesünder als gekauft
Wenn im Spätsommer plötzlich alle Tomaten gleichzeitig reif werden, gibt es kaum etwas Besseres als eine Tomatensoße aus frischen Tomaten. Vollreife Gartentomaten bringen so viel Geschmack mit, dass es dafür nur wenige Zutaten braucht – und das Ergebnis schmeckt deutlich runder als jede Soße aus dem Glas.
Wir kochen die Soße mit Zwiebel, Knoblauch, Kräutern und etwas Olivenöl und servieren sie zu einer Mischung aus Vollkornnudeln und Linsen- oder Kichererbsennudeln. So wird aus einem einfachen Sommergericht eine sättigende Mahlzeit mit mehr Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß.
Welche Tomaten eignen sich für Tomatensoße?
Am besten schmeckt die Soße mit wirklich reifen, aromatischen Tomaten. Besonders gut geeignet sind Sorten mit viel Fruchtfleisch und wenig Wasseranteil, zum Beispiel Fleischtomaten oder klassische Soßentomaten.
Eine Mischung verschiedener Gartentomaten funktioniert aber genauso gut. Süße Cocktailtomaten zusammen mit größeren Fleischtomaten geben der Soße sogar ein besonders rundes Aroma.
Sind die Tomaten sehr wasserreich, kann schon beim Schneiden etwas Flüssigkeit abgegossen werden. Dann muss die Soße später nicht so lange einkochen und der frische Tomatengeschmack bleibt besser erhalten.
Cremige Tomatenpasta aus frischen Tomaten
Für ca. 4 Portionen
Zutaten für die Tomatensoße
- 1,2–1,5 kg vollreife, möglichst fleischige Tomaten- 1 große Zwiebel- 3–4 Knoblauchzehen- 1–2 EL Olivenöl- 1 EL Tomatenmark- 1 TL getrockneter Oregano- 1 kleine Handvoll frisches Basilikum- ½–1 TL Salz- frisch gemahlener Pfeffer- optional etwas Chili- optional 1 TL Agavendicksaft, falls die Tomaten sehr säuerlich sind
Für die vollwertigere Pasta
- 200 g Vollkornnudeln- 200 g Linsen- oder Kichererbsennudeln- ca. 150 ml Nudelwasser- frisches Basilikum zum Servieren
Zubereitung
1. Tomaten vorbereitenDie Tomaten waschen, den Strunk entfernen und grob würfeln. Die Schale kann dranbleiben, sie wird später einfach mitpüriert.
2. Zwiebel, Knoblauch und Tomatenmark anröstenDas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen. Sie darf ruhig etwas Farbe bekommen. Dann den Knoblauch kurz mitbraten und anschließend das Tomatenmark etwa eine Minute mitrösten. Genau dieser kleine Schritt macht die Soße später besonders intensiv.
3. Tomaten einkochenDie Tomaten dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen und einmal kräftig aufkochen lassen. Dann ohne Deckel etwa 15 bis 20 Minuten sanft köcheln, bis die Tomaten zerfallen und ein Teil der Flüssigkeit verdampft ist.
4. Pürieren und abschmeckenDie Soße mit dem Stabmixer pürieren – wir mögen es, wenn nur etwa zwei Drittel püriert werden und noch etwas Struktur bleibt. Das frische Basilikum erst zum Schluss unterrühren. Jetzt unbedingt probieren: Sind die Tomaten süß und vollreif, braucht die Soße normalerweise keine zusätzliche Süße.
5. Nudeln kochenVollkornnudeln und Hülsenfruchtnudeln nach Packungsanweisung kochen, bei unterschiedlicher Garzeit einfach getrennt und danach mischen. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Nudelwasser auffangen.
6. Alles verbindenDie Nudeln direkt zur Soße geben, einen Schluck Nudelwasser dazu und ein bis zwei Minuten gemeinsam ziehen lassen. Die Stärke im Nudelwasser sorgt dafür, dass sich Soße und Pasta schön verbinden. Mit frischem Basilikum, Pfeffer und einem Schuss gutem Olivenöl servieren.
Warum wir Vollkorn- und Hülsenfruchtnudeln mischen
Vollkornnudeln liefern mehr Ballaststoffe als helle Nudeln, Linsen- und Kichererbsennudeln bringen zusätzlich pflanzliches Eiweiß mit. Durch die Mischung bleibt trotzdem das typische Pasta-Gefühl erhalten.
Für uns ist genau das ein Kern der pflanzlichen Vollwertküche: Lieblingsgerichte müssen nicht komplett umgebaut werden. Oft reichen kleine Anpassungen, damit ein Gericht nährstoffreicher und sättigender wird.
Warum gekochte Tomaten so interessant sind
Tomaten enthalten den roten Pflanzenfarbstoff Lycopin, ein Carotinoid mit antioxidativer Wirkung. Spannend ist: Aus gekochten und verarbeiteten Tomaten kann Lycopin vom Körper häufig besser aufgenommen werden als aus rohen. Da es fettlöslich ist, passt das bisschen Olivenöl in der Soße perfekt dazu.
Das heißt nicht, dass gekochte Tomaten grundsätzlich besser sind als rohe. Beide haben ihre Vorteile und dürfen regelmäßig auf dem Teller landen.
Was du sonst noch mit der Tomatensoße machen kannst
Die Soße ist eine wunderbare Grundlage für Lasagne, Pizza, Gemüseaufläufe, gefüllte Paprika oder Zucchini, Gnocchi, Polenta, Reisgerichte und Gemüsepfannen.
Wer gerade viel erntet, kocht deshalb am besten gleich eine größere Menge und verwendet sie über die Woche für ganz unterschiedliche Gerichte.
Ein einfaches Sommergericht aus dem Garten
Solche Rezepte zeigen für uns, dass pflanzliche Vollwertküche überhaupt nicht kompliziert sein muss. Ein paar reife Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Kräuter und gute Nudeln – daraus entsteht ein richtig schönes, sättigendes Essen.
Gerade im Sommer gehen wir am liebsten zuerst in den Garten und schauen, was reif ist. Statt einem festen Speiseplan zu folgen, darf die Ernte bestimmen, was auf den Teller kommt.
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In unserem Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen" zeigen wir dir die Grundlagen, mit denen du deine ganz normalen Lieblingsgerichte pflanzlicher, vollwertiger und nährstoffreicher zusammenstellst.
Dabei geht es nicht nur ums Nachkochen einzelner Rezepte. Uns ist wichtiger, dass du das Wissen bekommst, um deine eigenen Gerichte immer wieder neu zu kombinieren – bis pflanzliche Vollwertküche ganz selbstverständlich zu deinem Alltag gehört.
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Viel Freude beim Nachkochen!
Ganz liebe Grüße Theresa
Woher nimmst du dein Eiweiß? Die ehrliche Antwort nach 14 Jahren pflanzlicher Ernährung
Es gibt eine Frage, die Theresa in vierzehn Jahren pflanzlicher Ernährung wohl tausendmal gehört hat. Beim Familienessen, im Freundeskreis – und in den Live-Kursen, die sie über Jahre gegeben hat, kam sie in fast jeder Runde:
„Woher nimmst du eigentlich dein Eiweiß?"
Und das Spannende daran: Die wenigsten, die so fragen, wollen provozieren. Sie sind ehrlich besorgt. Dahinter steht eine Unsicherheit, die sich seit Jahrzehnten hartnäckig hält – und die, wie du gleich sehen wirst, auf einem einzigen Buch beruht, das seine eigene Kernaussage längst zurückgenommen hat.
In diesem Beitrag erfährst du, woher der Mythos kommt, wie pflanzliches Eiweiß wirklich funktioniert und welchen Fehler fast alle machen, die neu in die pflanzliche Küche starten.
Wo der Protein-Mythos wirklich herkommt
In den 1970er-Jahren erschien ein Buch über pflanzliche Ernährung, das weltweit zum Bestseller wurde. Darin stand eine These, die sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat: Pflanzliches Eiweiß sei unvollständig. Man müsse deshalb bei jeder einzelnen Mahlzeit gezielt kombinieren – Reis mit Bohnen, Brot mit Linsen. Sonst funktioniere es schlicht nicht.
Millionen Menschen haben das gelesen. Und geglaubt.
Was fast niemand weiß: Die Autorin hat diese Aussage wenige Jahre später selbst zurückgenommen. Sie schrieb sinngemäß, sie habe damit ein Problem erschaffen, das es in dieser Form gar nicht gibt.
Der Widerruf ist untergegangen. Der Mythos ist geblieben – bis heute, in Zeitschriften, in Ratgebern, in Ernährungsberatungen. Weil er sich gut anfühlt: Er klingt nach Wissenschaft, und er lässt sich hervorragend verkaufen. Denn wer verunsichert ist, kauft die Lösung gleich mit: Pulver, Shakes, isolierte Proteine.
Was Eiweiß eigentlich ist
Um zu verstehen, warum die alte Regel überholt ist, hilft ein kurzer Blick auf die Grundlagen – ganz ohne Fachchinesisch.
Dein Körper braucht streng genommen gar kein „Eiweiß". Er braucht die Bausteine, aus denen Eiweiß aufgebaut ist: Aminosäuren. Neun davon kann er nicht selbst herstellen, sie werden deshalb als essenziell bezeichnet – die musst du über die Nahrung aufnehmen.
Und hier kommt der Punkt, der die ganze Diskussion auflöst:
Alle neun essenziellen Aminosäuren sind in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.
Nicht in manchen. In praktisch allen. Der Unterschied liegt nicht darin, ob sie vorhanden sind, sondern in welchem Verhältnis. Getreide bringt von der einen mehr mit, Hülsenfrüchte von der anderen. Die beiden ergänzen sich also tatsächlich hervorragend.
Der entscheidende Unterschied zur alten Regel: Das muss nicht auf einem Teller passieren, sondern über den Tag hinweg. Du musst nicht rechnen. Du musst nicht kombinieren. Du musst einfach vielfältig essen.
Eiweiß steckt in mehr als nur Hülsenfrüchten
Ein weiteres Missverständnis: Viele denken bei pflanzlichem Protein ausschließlich an Linsen und Bohnen. Tatsächlich ist Eiweiß überall dort zu finden, wo sich eine Pflanze fortpflanzen will:
Hülsenfrüchte – Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Erbsen
Lupinen – besonders gehaltvoll, auch als Tempeh oder als Pflanzenmilch
Sojaprodukte – Tofu, Tempeh, selbst gemachter Sojajoghurt
Getreide und Pseudogetreide – Hafer, Dinkel, Buchweizen, Quinoa
Nüsse und Samen – von Kürbiskernen bis zu Traubenkernen
Gemüse – auch Brokkoli enthält Eiweiß
Das Schöne daran: Diese Lebensmittel liefern nie nur Eiweiß. Sie bringen Eisen, Magnesium, Zink und Ballaststoffe gleich mit. Genau das unterscheidet ein vollwertiges Lebensmittel von einem isolierten Proteinpulver.
So kann ein ganz normaler Tag aussehen
Ein Beispiel aus unserem Alltag – ohne Waage, ohne App, ohne Nachdenken:
Morgens: Porridge aus Haferflocken mit Nüssen und Beeren. Oder, gerade im Sommer, eine Frühstücksplatte mit Sauerteigbrot, Hummus, fermentiertem Gemüse und angebratenem Tofu.
Mittags: Tempeh oder Tofu, angebraten, dazu Reis und ein Curry.
Abends: Ofenkartoffeln mit Kichererbsen und Gemüse aus dem Garten.
Ob die Kichererbsen mittags oder abends auf den Teller kommen, spielt keine Rolle. Genau darin liegt die Leichtigkeit dieser Küche.
Der Fehler, den fast alle Einsteiger machen
Wenn Theresa eine einzige Sache mitgeben dürfte, wäre es diese:
Viele lassen etwas weg – und füllen die Lücke nicht wieder auf.
Fleisch weg. Käse weg. Eier weg. Übrig bleiben Beilage, Gemüse und Salat. Und dann kommt der Satz, den wir so oft hören: „Bei mir funktioniert das nicht, ich habe ständig Hunger."
Das liegt nicht an der pflanzlichen Ernährung. Es liegt daran, dass die Lücke offen geblieben ist. Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Samen sind in dieser Küche keine Beilage – sie sind das Fundament.
Theresa hat viele Jahre lang Live-Kurse gegeben und dabei auch Ernährungstrainerinnen und -trainer ausgebildet. Und genau dieser eine Punkt kam in jeder Runde auf: die Unsicherheit, ob wirklich alles abgedeckt ist. Sobald das Fundament einmal verstanden ist, verschwindet diese Unsicherheit – und die Ernährung wird leicht, statt zu einer täglichen Rechenaufgabe zu werden.
Was „vollwertig" eigentlich bedeutet
Diese Frage erreicht uns in letzter Zeit besonders häufig. Vollwertig heißt für uns: Lebensmittel, die du in deiner eigenen Küche herstellen könntest, und die so naturbelassen wie möglich bleiben.
Also keine raffinierten Öle, kein isolierter weißer Zucker, keine isolierten Proteine, keine fertigen veganen Ersatzprodukte. Sondern echte Lebensmittel – und das Wissen, wie man daraus etwas kocht, das nicht nur gesund ist, sondern auch richtig gut schmeckt.
Ein Vergleich, der das gut zeigt: Eine Dattel und raffinierter weißer Zucker werden oft in einen Topf geworfen. Dabei ist das eine ein vollständiges Lebensmittel mit Ballaststoffen und Mineralstoffen, das seit Jahrtausenden gegessen wird – und das andere ein isoliertes Produkt, das es erst seit gut zweihundert Jahren gibt.
Die Gegenfrage
Zum Schluss noch Theresas liebste Antwort auf die Eiweiß-Frage. Sie ist ein kleines bisschen frech – und sie trifft einen wunden Punkt:
„Und woher nimmst du deine Ballaststoffe?"
Denn während über Eiweiß viel geredet wird, nimmt die Bevölkerung im deutschsprachigen Raum im Schnitt deutlich zu wenig Ballaststoffe auf. Und die sind für einen gut arbeitenden Darm zentral.
Häufige Fragen zu pflanzlichem Eiweiß
Muss ich Getreide und Hülsenfrüchte bei jeder Mahlzeit kombinieren? Nein. Diese Regel stammt aus den 1970er-Jahren und wurde von ihrer Urheberin selbst zurückgenommen. Es genügt, über den Tag verteilt vielfältig zu essen.
Enthalten Pflanzen wirklich alle essenziellen Aminosäuren? Ja. Alle neun sind in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, lediglich in unterschiedlichen Mengenverhältnissen.
Welche pflanzlichen Lebensmittel haben besonders viel Eiweiß? Lupinen und Tempeh liegen weit vorne, ebenso Sojaprodukte und Kichererbsen. Aber auch Nüsse, Samen und Vollkorngetreide tragen jeden Tag ihren Teil bei.
Brauche ich Proteinpulver? Wer vielfältig und vollwertig isst und genügend Energie aufnimmt, kommt in aller Regel ohne isolierte Produkte aus.
Wenn du es systematisch lernen möchtest
Ein einzelnes Rezept löst dieses Thema nicht. Es geht um ein Verständnis dafür, wie deine Woche aufgebaut ist, was in deinem Vorrat steht und wie du daraus mit wenig Aufwand vollwertige Gerichte zauberst.
Genau dafür haben wir die Masterclass „Pflanzlich Vollwertig Kochen" entwickelt: mit einem ausführlichen Theorieteil zu den Nährstoffen und über 65 Video-Lektionen mit alltagstauglichen Rezepten – von Frühstück über Hauptgerichte und Aufstriche bis zu Broten und Desserts. Der Kurs wird jedes Jahr überarbeitet, und einmal jährlich gibt es ein Live-Q&A.
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Im Video erwähnt Theresa außerdem unseren neuen Kurs „Pflanzenmilch selber machen" mit 60 Rezepten – von Hafer- über Soja- bis Lupinenmilch, inklusive Verwertung des Tresters.
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Und wenn du erst einmal hineinschnuppern möchtest: Unsere beiden Gratis-E-Books „Ganzheitlich Gesund Leben" und „Pflanzlich starten" gibt es kostenlos zum Download.
Hinweis: Dieser Beitrag enthält allgemeine Informationen zur pflanzlichen Ernährung und dient der Information und Inspiration. Wir sind keine Ärztinnen, Ärzte oder Ernährungsmediziner. Die Inhalte ersetzen keinen Arztbesuch, keine individuelle Ernährungsberatung und keine therapeutische Begleitung. Bitte besprich Veränderungen deiner Ernährung – besonders bei bestehenden Erkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern – mit einer medizinischen Fachperson.
Dieser Beitrag enthält Eigenwerbung für unsere Online-Kurse.
Zucchini-Puffer selber machen – knusprig, gesund und wie aus meiner Kindheit
Wenn mich jemand nach einem Gericht fragt, das mich sofort an meine Kindheit erinnert, dann sind es diese knusprigen Zucchini-Puffer. Noch heute freue ich mich jedes Jahr auf die erste Zucchini-Ernte. Denn dann weiß ich: Endlich gibt es wieder eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. Außen herrlich knusprig, innen saftig und voller frischer Kräuter – für mich schmeckt der Sommer genau so.
Ein Gericht voller Kindheitserinnerungen
Es gibt Rezepte, die begleiten uns ein Leben lang.
Sie sind viel mehr als nur Essen. Sie wecken Erinnerungen, schenken Geborgenheit und lassen uns für einen Moment wieder Kind sein.
Genau so geht es mir mit Zucchini-Puffern.
Schon als Kind habe ich sie geliebt. Sobald im Sommer die ersten Zucchini geerntet wurden, wusste ich, dass bald wieder dieser herrliche Duft aus der Küche strömen würde. Außen goldbraun und knusprig, innen wunderbar weich – ich konnte es kaum erwarten, bis die ersten Puffer auf meinem Teller landeten.
Damals hätte ich natürlich nie gedacht, dass ich einmal selbst Köchin werden würde. Oder dass ich Jahre später meine eigenen Rezepte mit so vielen Menschen teilen darf.
Heute bereite ich Zucchini-Puffer rein pflanzlich und vollwertig zu – und ehrlich gesagt schmecken sie mir sogar noch besser als früher.
Sie zeigen mir jedes Jahr aufs Neue, dass gesundes Essen unglaublich lecker sein kann. Und dass es oft gar nicht viel braucht, um etwas Besonderes auf den Tisch zu zaubern.
Jede Zucchini ist wertvoll
Wer selbst einen Garten hat, kennt das wahrscheinlich.
Man geht zwei oder drei Tage nicht zu den Zucchinipflanzen. Und plötzlich liegen dort Exemplare, die gefühlt über Nacht doppelt so groß geworden sind.
Früher dachte ich manchmal, dass diese riesigen Zucchini wahrscheinlich nicht mehr schmecken.
Heute weiß ich es besser.
Gerade die größeren Früchte eignen sich hervorragend für Zucchini-Puffer, Suppen, Aufläufe oder gefüllte Zucchini. Sind die Kerne schon etwas größer geworden, entferne ich sie einfach mit einem Löffel. Das Fruchtfleisch ist viel zu wertvoll, um es wegzuwerfen.
Ich finde, genau das gehört zur Selbstversorgung. Nicht immer nach Perfektion zu suchen, sondern dankbar für das zu sein, was der Garten schenkt, und daraus mit Liebe etwas Leckeres entstehen zu lassen.
Denn jede einzelne Zucchini hat ihren Wert.
Warum ich Zucchini so liebe
Wenn mich jemand fragen würde, welches Gemüse ich im Sommer niemals missen möchte, müsste ich nicht lange überlegen.
Ganz klar: Zucchini.
Ich liebe sie wirklich in fast jeder Variante. Als cremige Suppe. Als Ofengemüse. Als Zoodles. Als Kuchen. Als knusprige Zucchini-Pommes. Oder eben als diese herrlichen Zucchini-Puffer.
Dazu kommt, dass Zucchini zu den kalorienärmeren Gemüsesorten gehören und sich wunderbar in eine ausgewogene Ernährung integrieren lassen. Sie enthalten viel Wasser, liefern Ballaststoffe sowie unter anderem Kalium und Vitamin C – und nehmen Gewürze und Kräuter wunderbar auf.
Vielleicht ist genau das ihr kleines Geheimnis. Sie schmecken nie langweilig und lassen sich immer wieder neu entdecken.
Knusprige Zucchini-Puffer selber machen – das Rezept
Zutaten (für ca. 10–12 Puffer)
2 mittelgroße Zucchini (ca. 600 g)
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
80 g Haferflocken (fein gemahlen zu Hafermehl)
40 g Kichererbsenmehl
2 EL Hefeflocken
2 EL grob gehackte Kürbiskerne
2 EL frische Petersilie, fein gehackt
1 EL frischer Schnittlauch
1 TL Paprikapulver edelsüß
½ TL Kurkuma
½ TL Kreuzkümmel (optional)
1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
etwas Olivenöl zum Ausbacken
Zubereitung
Zucchini vorbereiten: Die Zucchini grob raspeln und mit dem Salz vermengen. Lass sie anschließend etwa 15 Minuten ziehen, damit sie überschüssiges Wasser verlieren.
Gut ausdrücken: Danach gibst du die geraspelten Zucchini in ein sauberes Küchentuch und drückst sie kräftig aus. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn je trockener die Zucchini sind, desto knuspriger werden deine Puffer.
Masse vermengen: Nun gibst du die ausgedrückten Zucchini zusammen mit der fein gewürfelten Zwiebel, dem Knoblauch, dem Hafermehl, Kichererbsenmehl, den Hefeflocken, Kürbiskernen, Kräutern und Gewürzen in eine Schüssel und vermengst alles gründlich.
Konsistenz prüfen: Sollte die Masse noch etwas zu feucht sein, kannst du einfach noch ein bis zwei Esslöffel Hafermehl ergänzen.
Puffer formen: Forme anschließend kleine flache Puffer.
Goldbraun ausbacken: Erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und brate die Puffer bei mittlerer Hitze etwa 4–5 Minuten pro Seite, bis sie außen goldbraun und herrlich knusprig sind.
Meine Tipps für besonders knusprige Zucchini-Puffer
Über die Jahre habe ich gemerkt: Es sind ein paar Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.
Wirklich kräftig ausdrücken. Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Lieber zweimal ins Tuch geben, als am Ende weiche Puffer zu haben.
Flach formen. Je dicker die Puffer, desto weniger knusprig werden sie. Dünn und flach ist hier besser.
Die Pfanne nicht überfüllen. Lass den Puffern Platz. Liegen sie zu eng, dämpfen sie sich gegenseitig, statt zu braten.
Mittlere Hitze und Geduld. Bei zu hoher Hitze werden sie außen dunkel, bevor sie innen gar sind.
Nicht zu früh wenden. Warte, bis sich der Rand goldbraun färbt – dann lösen sie sich fast von allein.
Nach dem Braten auf ein Gitter legen. So bleiben sie knusprig, statt auf dem Teller weich zu werden.
Das passt perfekt dazu
Am liebsten serviere ich unsere Zucchini-Puffer mit unserem Blitz-Ketchup, den wir aus unserer selbstgemachten Tomatensauce zubereiten. Er kommt ganz ohne raffinierten Zucker aus und passt mit seiner fruchtigen Note perfekt zu den knusprigen Puffern.
Mindestens genauso gerne essen wir sie mit meinem fermentierten Kräuterjoghurt, den ich bereits bei meinen knusprigen Zucchini-Pommes verwendet habe. Die leichte Säure des Joghurts harmoniert wunderbar mit den Puffern und den frischen Kräutern.
Dazu noch ein großer Blattsalat oder ein knackiger Gurkensalat – und schon steht ein gesundes, vollwertiges Sommergericht auf dem Tisch.
Warum dieses Rezept so gut ist
✔️ außen herrlich knusprig ✔️ innen wunderbar saftig ✔️ glutenfrei möglich (mit glutenfreien Haferflocken) ✔️ eiweißreicher durch Kichererbsenmehl ✔️ ganz ohne Ei ✔️ vollwertig und sättigend ✔️ perfekt zur Verwertung großer Garten-Zucchini
Häufige Fragen zu Zucchini-Puffern
Warum werden meine Zucchini-Puffer nicht knusprig? In den allermeisten Fällen liegt es an zu viel Restwasser. Salze die geraspelten Zucchini, lass sie ziehen und drücke sie danach wirklich kräftig aus. Auch zu dick geformte Puffer oder eine zu volle Pfanne verhindern, dass sie schön knusprig werden.
Kann ich die Puffer auch im Backofen machen? Ja. Setze die Puffer auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreiche sie dünn mit Olivenöl und backe sie bei etwa 200 °C Ober-/Unterhitze rund 20–25 Minuten. Wende sie nach der Hälfte der Zeit. Sie werden etwas weniger knusprig als aus der Pfanne, dafür brauchst du deutlich weniger Öl.
Geht das Rezept auch ohne Kichererbsenmehl? Du kannst das Kichererbsenmehl durch die gleiche Menge Hafermehl ersetzen. Die Puffer werden dann etwas weicher und enthalten weniger Eiweiß – lecker sind sie trotzdem.
Sind die Zucchini-Puffer glutenfrei? Wenn du glutenfreie Haferflocken verwendest, ja. Alle anderen Zutaten im Rezept sind von Natur aus glutenfrei.
Kann ich die Puffer vorbereiten oder einfrieren? Beides funktioniert gut. Die fertigen Puffer lassen sich vollständig auskühlen und dann portionsweise einfrieren. Im Backofen aufgebacken werden sie wieder herrlich knusprig. Im Kühlschrank halten sie sich rund zwei Tage.
Muss ich große Zucchini schälen? Schälen musst du sie nicht. Wenn die Kerne schon größer und weicher sind, löse ich sie einfach mit einem Löffel heraus. Das restliche Fruchtfleisch verwendest du ganz normal weiter.
Möchtest du lernen, pflanzlich mit Sicherheit zu kochen?
Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Du möchtest dich gesünder oder pflanzlicher ernähren. Doch gleichzeitig tauchen immer wieder Fragen auf.
Bekomme ich alle wichtigen Nährstoffe? Wie stelle ich ausgewogene Mahlzeiten zusammen? Welche Lebensmittel brauche ich wirklich? Und wie koche ich so, dass auch meine Familie begeistert mitisst?
Gerade am Anfang herrscht oft viel Unsicherheit.
Genau deshalb habe ich meinen Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen“ entwickelt.
Dabei geht es nicht einfach nur darum, Rezepte nachzukochen. Mein Ziel ist es, dir Sicherheit und Klarheit zu geben.
Du lernst Schritt für Schritt, wie eine vollwertige pflanzliche Ernährung aufgebaut ist, welche Nährstoffe besonders wichtig sind und wie du ausgewogene Mahlzeiten ganz unkompliziert zusammenstellst. So musst du nicht mehr ständig überlegen, ob deinem Körper etwas fehlt, sondern kannst mit einem guten Gefühl kochen und genießen.
Natürlich erwarten dich auch viele alltagstaugliche Rezepte. Freu dich auf über 65 ausführliche Video-Lektionen, viele einfache Gerichte und das Wissen aus meiner langjährigen Erfahrung als Köchin, Patissière und Ernährungstrainerin.
Im Kurs lernst du unter anderem:
wie du ausgewogene pflanzliche Mahlzeiten zusammenstellst,welche Zutaten in einer vollwertigen Küche nicht fehlen sollten,wie du viele Lebensmittel ganz einfach selbst herstellen kannst,wie gesundes Kochen wieder leicht und alltagstauglich wird,und natürlich viele einfache, rein pflanzliche Rezepte, die der ganzen Familie schmecken.
Viele Teilnehmer erzählen uns nach dem Kurs, dass sie heute viel entspannter einkaufen, sicherer kochen und endlich wissen, worauf es bei einer gesunden pflanzlichen Ernährung wirklich ankommt.
Genau dieses Gefühl wünsche ich mir auch für dich.
Denn gesund zu kochen sollte keine Wissenschaft sein, sondern etwas, das Freude macht.
👉 Hier findest du alle Infos zum Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen“
📺 Die vollständige Videoanleitung zu diesem Rezept findest du auf unserem YouTube-Kanal Naturgenusswelt. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie die Zucchini-Puffer gelingen.
Fazit
Manchmal sind es die einfachen Gerichte, die uns ein Leben lang begleiten.
Für mich gehören Zucchini-Puffer definitiv dazu. Sie erinnern mich an meine Kindheit, schmecken unglaublich lecker und zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie vielseitig Zucchini sein können.
Vielleicht liegen bei dir gerade auch ein paar große Zucchini aus dem Garten und du fragst dich, was du daraus zaubern kannst.
Dann probiere dieses Rezept unbedingt aus. Vielleicht wird es ja auch bei dir zu einem festen Bestandteil deiner Sommerküche.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Nachkochen!
Alles Liebe Theresa von Naturgenusswelt 🌿💚
Mandelmilch selber machen – cremig, natürlich und aus nur 2 Zutaten 🌿
Mandelmilch gehört für mich zu den feinsten pflanzlichen Milchalternativen.
Sie schmeckt angenehm mild, leicht nussig und begleitet mich seit vielen Jahren – im Kaffee, im Müsli, im Smoothie oder einfach pur aus dem Glas.
Und trotzdem sage ich ganz klar: Selbstgemachte Mandelmilch lässt sich für mich nicht mit gekaufter vergleichen.
Nicht nur, weil sie frischer schmeckt oder aus wenigen natürlichen Zutaten besteht. Sondern weil sie für mich der Beginn einer faszinierenden Reise war.
Heute weiß ich: Mandelmilch ist nur eine von unzähligen Möglichkeiten, die uns die Pflanzenwelt schenkt. Doch genau dort begann meine Begeisterung für selbstgemachte Pflanzenmilch.
Meine persönliche Geschichte mit Pflanzenmilch
Ich lebe mittlerweile seit über 14 Jahren rein pflanzlich.
Meine erste Pflanzenmilch habe ich allerdings schon viel früher hergestellt – da war ich gerade einmal 13 Jahre alt. Damals war das für mich einfach ein spannendes Experiment.
Als ich einige Jahre später meine Ernährung vollständig umgestellt habe, war die Situation eine ganz andere als heute. Bei uns am Land gab es damals tatsächlich noch keine Pflanzenmilch zu kaufen. Erst Jahre später hielten die ersten Milchalternativen langsam auch in den Supermärkten unserer Region Einzug.
Zum Glück bin ich in einer Selbermacher-Familie aufgewachsen. Es war für uns ganz selbstverständlich, vieles selbst herzustellen, anstatt es fertig zu kaufen. Außerdem habe ich den Beruf der Köchin gelernt und liebe es bis heute, mit Lebensmitteln zu experimentieren und immer wieder Neues auszuprobieren.
Also begann ich, meine Pflanzenmilch selbst herzustellen – aus Mandeln, Hafer, Reis, Nüssen, Samen und allem, was die Natur zu bieten hat.
Was damals aus einer Notlösung entstand, wurde schnell zu einer echten Leidenschaft.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie wohltuend frisch zubereitete Pflanzenmilch sein kann. Und mir wurde bewusst: Jede Pflanze bringt ihre ganz eigenen Eigenschaften mit. Jede Pflanzenmilch schmeckt anders, eignet sich für andere Rezepte und bereichert unsere Küche auf ihre eigene Weise.
Bis heute fasziniert mich genau diese Vielfalt. 💚
Pflanzenmilch ist keine moderne Erfindung
Viele Menschen glauben, Pflanzenmilch sei ein neuer Ernährungstrend.
Dabei stimmt das eigentlich gar nicht.
Schon unsere Vorfahren stellten auf der ganzen Welt pflanzliche Milchalternativen her:
In Europa wurden bereits vor Jahrhunderten Mandel- und Getreidemilch verwendet.
In Asien gehört Sojamilch seit Generationen zur traditionellen Küche.
In tropischen Regionen war Kokosmilch ein fester Bestandteil vieler Gerichte.
Und auch aus vielen anderen Pflanzen wurden seit jeher nahrhafte Milchalternativen hergestellt.
Eigentlich entdecken wir heute also etwas wieder, das früher in vielen Kulturen völlig selbstverständlich war.
Warum ich Pflanzenmilch bis heute selbst mache
Natürlich gibt es inzwischen viele Sorten im Supermarkt. Und das ist grundsätzlich eine schöne Entwicklung.
Trotzdem bereite ich unsere Pflanzenmilch am liebsten selbst zu. Aus vier Gründen:
1. Ich entscheide selbst, was hineinkommt.Keine unnötigen Zusatzstoffe. Keine Verdickungsmittel. Keine künstlichen Aromen. Keine billigen Öle. Nur natürliche Lebensmittel.
2. Sie wird nicht ultrahocherhitzt.Unsere Mandelmilch muss nicht monatelang haltbar sein. Gerade bei einer frisch zubereiteten, rohen Pflanzenmilch bleiben dadurch viele empfindliche Inhaltsstoffe besser erhalten.
3. Ich spare jede Menge Verpackungsmüll.Ich fülle unsere Pflanzenmilch direkt in Glasflaschen ab. Viele gekaufte Sorten stecken dagegen in Verbundkartons oder Kunststoffverpackungen.
4. Sie schmeckt einfach besser.Frisch gemacht, mild, cremig, natürlich süß von der Mandel selbst.
Für mich ist das ein wunderbarer Weg, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Genuss miteinander zu verbinden. 🌿
Mandelmilch selber machen – das Grundrezept
Du brauchst wirklich nur zwei Zutaten. Mehr nicht.
Zutaten für ca. 1 Liter
150 g Mandeln (am besten über Nacht eingeweicht)
1 Liter frisches Wasser (zum Mixen)
Optional, wenn du magst:
1 Prise Salz (rundet den Geschmack ab)
1–2 entsteinte Datteln oder etwas Vanille
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Mandeln einweichenÜbergieße die Mandeln mit reichlich Wasser und lass sie 8 bis 12 Stunden stehen. Das Einweichen macht die Mandeln weicher, die Milch cremiger und bekömmlicher.
2. Einweichwasser weggießenGieße das Einweichwasser ab und spüle die Mandeln kurz mit frischem Wasser durch.
3. Optional: Mandeln schälenNach dem Einweichen lässt sich die braune Haut ganz leicht abziehen. Die Milch wird dadurch schneeweiß, feiner und milder im Geschmack. Ich mache es meistens – muss aber nicht sein.
4. MixenGib die Mandeln mit 1 Liter frischem Wasser in den Mixer und mixe alles 60 bis 90 Sekunden auf höchster Stufe, bis eine weiße, cremige Flüssigkeit entsteht.
5. AbseihenGieße die Mandelmilch durch einen Nussmilchbeutel, ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch. Drück den Beutel gut aus – da steckt noch viel Milch drin.
6. AbfüllenFülle die fertige Mandelmilch in eine saubere Glasflasche und stelle sie in den Kühlschrank.
Fertig. 💚
Meine Tipps für besonders cremige Mandelmilch
Das Verhältnis macht den Unterschied. 150 g Mandeln auf 1 Liter Wasser ergeben eine schön cremige Milch. Magst du sie leichter, nimm 100 g. Für Kaffee oder Desserts gehe ich auch mal auf 200 g hoch.
Kaltes Wasser verwenden. Die Milch bleibt dadurch länger frisch.
Gute Mandeln kaufen. Mandeln enthalten viel Fett und werden mit der Zeit ranzig. Frische Mandeln schmecken süßlich, alte leicht bitter oder kratzig.
Eine Prise Salz. Klingt unscheinbar, hebt aber die natürliche Süße der Mandel deutlich hervor.
Nicht zu lange mixen. Wird die Milch im Mixer warm, verliert sie an Frische.
Wenn etwas nicht klappt – die häufigsten Stolpersteine
Die Mandelmilch schmeckt bitter.Meistens liegt es an der Mandelhaut oder an alten Mandeln. Schäle die Mandeln nach dem Einweichen und achte auf gute Qualität.
Die Milch ist zu dünn.Dann war entweder zu viel Wasser im Spiel oder zu kurz gemixt. Nimm beim nächsten Mal mehr Mandeln.
Die Milch flockt im Kaffee.Das passiert durch die Kombination aus Hitze und Kaffeesäure. Lass den Kaffee kurz abkühlen, gieße die Milch langsam ein und erhitze sie vorher leicht mit.
Die Milch setzt sich ab.Ganz normal und sogar ein gutes Zeichen – es fehlen ja die Verdickungsmittel. Einfach vor dem Trinken kurz schütteln.
Die Milch wird schnell sauer.Achte auf saubere Flaschen und arbeite zügig. Frisch gemachte Pflanzenmilch mag Sauberkeit und Kälte.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich deine selbstgemachte Mandelmilch etwa 3 bis 4 Tage, gut verschlossen in einer Glasflasche.
Sie ist ein frisches Lebensmittel – ohne Konservierung, ohne Ultrahocherhitzung. Genau das macht sie ja so besonders.
Du kannst sie übrigens auch portionsweise einfrieren. Nach dem Auftauen trennt sie sich zwar etwas, lässt sich aber wunderbar zum Backen, für Smoothies oder Porridge verwenden.
Wirf den Mandeltrester bitte nicht weg
Der ausgepresste Rest im Nussmilchbeutel ist viel zu schade für den Müll.
Ich breite ihn dünn auf einem Blech aus, trockne ihn bei niedriger Temperatur und mahle ihn dann zu feinem Mandelmehl.
Damit kannst du:
Kekse und Kuchen backen
Energiekugeln rollen
Müsli und Porridge verfeinern
Brot und Aufstriche anreichern
So verwertest du die ganze Mandel – ganz im Sinne einer vollwertigen Küche. 🌿
Jede Pflanzenmilch ist einzigartig
Was mich bis heute begeistert, ist die unglaubliche Vielfalt.
Hafermilch ist mild und süßlich und wunderbar für Kaffee und Porridge.Cashewmilch ist besonders cremig und macht sich herrlich in Desserts.Reismilch ist leicht und bekömmlich.Sonnenblumenkernmilch ist regional, günstig und völlig unterschätzt.Und Mandelmilch? Die ist für mich der elegante Klassiker.
Jede einzelne bringt ihren eigenen Charakter mit. Und genau das macht das Selbermachen so spannend: Du bekommst nicht ein Produkt, sondern eine ganze Welt an Möglichkeiten.
Häufige Fragen zur selbstgemachten Mandelmilch
Muss ich die Mandeln wirklich einweichen?Mit einem starken Mixer geht es auch ohne. Eingeweicht wird die Milch aber cremiger, feiner und bekömmlicher – ich empfehle es dir sehr.
Brauche ich einen Hochleistungsmixer?Nein. Ein normaler Standmixer funktioniert ebenfalls, du solltest die Mandeln dann aber unbedingt einweichen und etwas länger mixen.
Kann ich Mandelmilch erhitzen?Ja, ganz sanft. Sie sollte aber nicht kochen, sonst kann sie ausflocken.
Lässt sich Mandelmilch aufschäumen?Reine Mandelmilch schäumt nur mäßig. Für richtig stabilen Milchschaum braucht es eine andere Zusammensetzung – genau das zeige ich dir im Pflanzenmilch-Kurs bei den Barista-Varianten.
Womit süße ich am besten?Am liebsten mit einer eingeweichten Dattel, die direkt mitgemixt wird. Natürlich, vollwertig und ohne raffinierten Zucker.
Ist Mandelmilch für Kinder geeignet?Als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung ja. Für Säuglinge ist Pflanzenmilch allerdings kein Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung.
Wenn du tiefer in die Welt der Pflanzenmilch eintauchen möchtest
Mandelmilch ist ein wunderschöner Anfang. Aber sie ist wirklich nur der Anfang.
In unserem Pflanzenmilch-Kurs nehme ich dich mit in die ganze Vielfalt: von Nuss- und Samenmilch über Getreidemilch bis hin zu Barista-Varianten, die im Kaffee tatsächlich stabil bleiben und sich aufschäumen lassen. Du lernst die Verhältnisse, die Kniffe und all das, was ich mir in über 14 Jahren erarbeitet habe.
Und wenn du das Selbermachen grundsätzlich in deine Küche holen möchtest, findest du in Pflanzlich vollwertig kochen über 65 Videolektionen rund um eine natürliche, vollwertige Küche ohne raffinierten Zucker.
Du möchtest erst einmal reinschnuppern? Dann hol dir gerne unser kostenloses E-Book Ganzheitlich gesund leben. 💚
Ich freue mich sehr, wenn du die Mandelmilch ausprobierst. Schreib mir gerne in die Kommentare, wie sie dir gelungen ist – und welche Pflanzenmilch du als Nächstes machen möchtest.
Hier geht es zum Youtube-Video
Alles Liebe,Theresa von Naturgenusswelt 🌿
Gesunder Eiskaffee Latte mit Vanilleeis – cremig, pflanzlich und ohne Zucker
Ein cremiger Eiskaffee gehört für viele einfach zum Sommer dazu. Doch die meisten Varianten aus dem Café oder Supermarkt enthalten viel Zucker, Sirupe und künstliche Zusätze.
Dabei geht es auch ganz anders.
Heute zeige ich dir meinen liebsten Eiskaffee Latte – mit selbstgemachter Barista-Pflanzenmilch, aromatischem Lupinenkaffee und einer Kugel cremigem Vanilleeis. Rein pflanzlich, ohne raffinierten Zucker und dazu noch koffeinfrei.
Und falls du jetzt denkst: Kaffee ist eigentlich gar nicht so mein Ding – dann lies unbedingt weiter. Denn genau für dich habe ich eine wunderbare Alternative.
Mein Lieblingsgetränk an heißen Sommertagen
Sobald die Temperaturen über 30 Grad steigen, verändert sich auch unsere Küche.
Leichte Gerichte, frisches Obst, selbstgemachtes Eis und kühle Getränke stehen dann fast täglich auf unserem Speiseplan.
Und wenn ich mir zwischendurch eine kleine Auszeit gönnen möchte, gibt es für mich kaum etwas Schöneres als einen cremigen Eiskaffee.
Allerdings nicht irgendeinen.
Früher habe ich Eiskaffee zwar gerne getrunken, doch oft war er mir viel zu süß. Viele Fertigprodukte enthalten große Mengen Zucker, Sirupe und Zutaten, die ich heute bewusst vermeide.
Deshalb entstand vor einigen Jahren meine eigene Variante.
Ein Eiskaffee, der wunderbar cremig schmeckt, ganz ohne raffinierten Zucker auskommt und aus Zutaten besteht, die wir selbst herstellen.
Für mich schmeckt genau so der Sommer. 💚
Warum wir so gerne Lupinenkaffee trinken
Der eigentliche Star in diesem Rezept ist für mich der Lupinenkaffee.
Er wird aus gerösteten Süßlupinen hergestellt und ist von Natur aus komplett koffeinfrei. Sein Geschmack erinnert an Kaffee, ist aber gleichzeitig angenehm nussig und malzig – und gerade in Kombination mit einer cremigen Pflanzenmilch harmoniert er wunderbar.
Ich muss ehrlich sagen: Ich komme beim Thema Lupine kaum aus dem Schwärmen heraus.
Was die Süßlupine so besonders macht
Die Süßlupine ist eine heimische Eiweißpflanze – und zwar eine ganz besondere.
Sie hat von den heimischen Pflanzen einen der höchsten Proteingehalte überhaupt. Gerade für die pflanzliche vollwertige Ernährung ist sie deshalb wahnsinnig wertvoll.
Aber sie tut nicht nur unserem Körper gut, sondern auch dem Boden. Die Süßlupine ist bodenverbessernd, sie lockert und bereichert die Erde – und sie blüht dazu noch wunderschön. Ich baue sie schon seit vielen Jahren selbst an und bin jedes Jahr aufs Neue begeistert.
Aus den gerösteten Samen entsteht dann ein heimischer Kaffee-Ersatz, der ganz ohne lange Transportwege auskommt.
Warum Lupinenkaffee so bekömmlich ist
Klassischer Kaffee ist nicht für jeden gut verträglich.
Bei manchen Menschen löst er Herzrasen oder innere Unruhe aus, bei anderen führt er zu Magen- oder Darmproblemen. Dazu kommt die Säure im Kaffee, die ebenfalls nicht jeder verträgt.
Lupinenkaffee ist hier praktisch das Gegenteil:
von Natur aus koffeinfrei
magenschonend
darmschonend
angenehm für die Nerven
ohne die typische Kaffeesäure
Auch beim Thema Purine und Harnsäure ist die Süßlupine spannend. Anders als viele tierische Eiweißquellen liefert sie hochwertiges Protein, ohne dabei stark harnsäurebildend zu wirken. Gerade wenn du bei Rheuma oder Gicht ohnehin ein bisschen aufpassen musst, kann Lupinenkaffee eine schöne Alternative sein.
Wichtig ist – wie bei allem – dass du ihn gut verträgst. Probiere in Ruhe aus, wie er dir bekommt. Und wenn du gesundheitliche Beschwerden hast, sprich das bitte auch mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ab.
Wo du Lupinenkaffee bekommst
Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter, und immer mehr Bauern rösten Lupinenkaffee selbst.
Genau deshalb mache ich dieses Rezept auch – damit dieser wunderbare Kaffee-Ersatz endlich bekannter wird.
Schau dich also ruhig einmal in deiner Umgebung um. Oft findest du ihn direkt beim Bauern, im Hofladen, im Bioladen oder im Reformhaus. Und wenn du gerade keinen zur Hand hast: Dieses Rezept funktioniert selbstverständlich auch mit ganz normalem Espresso oder Kaffee.
Das Geheimnis liegt in den Zutaten
Für einen richtig guten Eiskaffee braucht es gar nicht viele Zutaten.
Entscheidend ist ihre Qualität.
Wir verwenden dafür unseren selbst aufgebrühten Lupinenkaffee, eine selbstgemachte Barista-Pflanzenmilch und eine Kugel cremiges Vanilleeis.
Genau diese Kombination macht den Unterschied:
Die Barista-Pflanzenmilch sorgt für die wunderbar cremige, schaumige Konsistenz.Das Vanilleeis schmilzt langsam im Kaffee und verbindet sich mit der Pflanzenmilch zu einem herrlich milden, fast schon dessertartigen Getränk.Und der Lupinenkaffee bringt sein angenehm malziges Aroma mit.
Rezept: Gesunder Eiskaffee LatteZutaten (für 2 Gläser)
Für den Kaffee
300 ml Lupinenkaffee, stark aufgebrüht und vollständig abgekühlt (alternativ Espresso oder Kaffee)
Für den Latte
300 ml selbstgemachte Barista-Pflanzenmilch, gut gekühlt
2 Kugeln selbstgemachtes Vanilleeis
Eiswürfel
Optional
etwas Ceylon-Zimt
geriebene dunkle Schokolade oder zuckerfreie Bitterschokolade
Kakaonibs
Zubereitung
Brühe den Lupinenkaffee zuerst schön stark auf und lasse ihn vollständig abkühlen. Am besten machst du das schon am Vortag.
Fülle zwei Gläser mit einigen Eiswürfeln.
Schäume die gut gekühlte Barista-Pflanzenmilch auf. Wichtig: Die Milch muss wirklich kalt sein, sonst wird aus dem Eiskaffee schnell ein lauwarmer Latte.
Gieße die aufgeschäumte Pflanzenmilch über die Eiswürfel.
Lass nun den kalten Lupinenkaffee langsam an der Glaswand hinunterlaufen – so entsteht der schöne Farbverlauf.
Zum Schluss kommt in jedes Glas eine große Kugel selbstgemachtes Vanilleeis.
Nach Belieben mit Zimt, geriebener Schokolade oder Kakaonibs verfeinern.
Sofort genießen. 🌿
📺 Die vollständige Videoanleitung zu diesem Rezept findest du auf unserem YouTube-Kanal Naturgenusswelt. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie dieser cremige Eiskaffee Latte gelingt.
Meine Tipps, damit dein Eiskaffee Latte perfekt gelingt
Der Kaffee muss wirklich kalt sein.Warmer Kaffee lässt die Eiswürfel und das Eis sofort schmelzen und der Latte wird wässrig. Ich brühe den Lupinenkaffee deshalb gerne am Vortag auf und stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank.
Brühe den Kaffee stärker als gewohnt.Durch Eiswürfel, Milch und Vanilleeis wird das Getränk deutlich verdünnt. Ein kräftiger Aufguss sorgt dafür, dass das Aroma trotzdem durchkommt.
Die Milch muss kalt aufgeschäumt werden.Nicht jede Pflanzenmilch schäumt kalt gleich gut. Genau dafür gibt es Barista-Varianten – dazu gleich mehr.
Erst Milch, dann Kaffee.So bekommst du den typischen Farbverlauf im Glas. Gieße den Kaffee langsam und am besten über einen Löffel oder an der Glaswand entlang.
Kaffeeeiswürfel als Profi-Trick.Friere einen Teil des Lupinenkaffees in einer Eiswürfelform ein. Dann verwässert dein Eiskaffee überhaupt nicht mehr.
Warum selbstgemachte Barista-Pflanzenmilch für mich den Unterschied macht
Viele Menschen greifen heute ganz selbstverständlich zu fertiger Pflanzenmilch.
Das ist praktisch, keine Frage.
Aber wenn du dir die Zutatenliste von gekaufter Barista-Milch einmal genauer ansiehst, wirst du oft überrascht sein. Damit sie überhaupt so schön schäumt, sind häufig billige Öle und einige Zusatzstoffe enthalten.
Unsere selbstgemachte Barista-Pflanzenmilch braucht davon nichts.
Du entscheidest selbst, was hineinkommt:Keine unnötigen Zusätze. Keine künstlichen Aromen. Keine Verdickungsmittel.
Und vor allem kannst du jede Pflanzenmilch genau an ihren Verwendungszweck anpassen.
Über viele Jahre habe ich unterschiedlichste Rezepte entwickelt und immer wieder getüftelt, wie sich Pflanzenmilch noch cremiger, schaumiger und aromatischer herstellen lässt. So entstand auch unsere eigene Barista-Pflanzenmilch, die sich wunderbar aufschäumen lässt, richtig proteinreich ist und perfekt für Kaffee und Eiskaffee geeignet ist.
Und falls du gerade keine Barista-Milch zur Hand hast: Du kannst natürlich auch eine ganz normale selbstgemachte Pflanzenmilch verwenden. Am gesündesten ist es sowieso immer selbst gemacht.
Das Vanilleeis macht diesen Eiskaffee erst perfekt
Mindestens genauso wichtig wie die Pflanzenmilch ist für mich das Vanilleeis.
Denn genau dadurch wird aus einem einfachen Eiskaffee ein richtig cremiges Sommerdessert.
Unser Vanilleeis ist rein pflanzlich, kommt ganz ohne weißen, raffinierten Zucker aus und ist nur mit ein wenig Ahornsirup gesüßt. Es schmeckt wunderbar cremig und harmoniert perfekt mit der milden Barista-Pflanzenmilch und dem malzigen Lupinenkaffee.
Und noch ein kleiner Tipp aus unserer Küche: Ich habe das Vanilleeis dieses Mal statt mit Sojamilch mit Lupinenmilch gemacht. Das kann ich dir wirklich sehr empfehlen, es schmeckt richtig, richtig gut. Lupinenmilch in selbstgemachten Eissorten ist ein echter Geheimtipp.
Häufige Fragen zum Eiskaffee Latte
Schmeckt Lupinenkaffee wie echter Kaffee?Nicht identisch, aber überraschend ähnlich. Er ist etwas milder, nussiger und malziger und hat keine Kaffeesäure. Gerade mit cremiger Pflanzenmilch schmeckt er für mich sogar runder als klassischer Kaffee.
Kann ich das Rezept auch mit normalem Kaffee machen?Ja, ganz einfach mit Espresso oder starkem Filterkaffee. Wichtig ist nur, dass er vollständig abgekühlt ist.
Ist der Eiskaffee wirklich ohne Zucker?Er kommt ohne raffinierten Zucker aus. Die leichte Süße stammt aus dem Vanilleeis, das nur mit Ahornsirup gesüßt ist.
Welche Pflanzenmilch schäumt am besten?Barista-Varianten schäumen am besten, weil sie einen höheren Fett- und Proteinanteil haben. Selbstgemacht bekommst du das ganz ohne Zusatzstoffe hin.
Kann ich den Eiskaffee vorbereiten?Kaffee und Pflanzenmilch kannst du problemlos vorbereiten und kalt stellen. Zusammengegossen wird erst kurz vor dem Genießen, sonst verliert der Schaum seine Struktur.
Ist Lupinenkaffee für Kinder geeignet?Da er kein Koffein enthält, ist er deutlich unbedenklicher als klassischer Kaffee. Achte nur darauf, dass keine Lupinenallergie vorliegt – Menschen mit Erdnussallergie reagieren manchmal auch auf Lupine.
Möchtest du das alles selbst herstellen?
Dieses Rezept lebt von zwei selbstgemachten Zutaten – und genau zu diesen beiden gibt es unsere Onlinekurse.
🥛 Onlinekurs: Pflanzliche Milch einfach selbst herstellen
Die meisten Menschen kennen gerade einmal Hafer-, Mandel- oder Sojamilch. Dabei gibt es so viel mehr zu entdecken.
In unserem Kurs stellen wir gemeinsam Hafer-, Mandel-, Reis-, Soja-, Kokos- und Barista-Pflanzenmilch her – und daneben viele außergewöhnliche Sorten, von denen die meisten noch nie gehört haben.
Du erfährst außerdem:
warum selbstgemachte Pflanzenmilch oft deutlich natürlicher zusammengesetzt ist als gekaufte
welche Pflanzenmilch sich wofür eignet
wie du cremige Barista-Milch selbst herstellst, die wirklich schäumt
welche Milch besonders gut für Kaffee, Joghurt oder Desserts geeignet ist
und wie unglaublich vielfältig die Pflanzenwelt eigentlich ist
Allein vier verschiedene Barista-Rezepte findest du im Kurs – alle wunderbar schäumend, proteinreich und ohne billige Öle oder Zusatzstoffe.
Selbermachen spart übrigens nicht nur Geld, es ist auch einfach richtig gesund.
Für mich war dieser Kurs ein echtes Herzensprojekt.
👉 Hier geht es zum Kurs „Pflanzliche Milch einfach selbst herstellen"
🍦 Onlinekurs: Pflanzliches Eis selber machen
Das cremige Vanilleeis aus diesem Rezept stammt aus unserem Eiskurs.
Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du viele verschiedene pflanzliche Eissorten selbst herstellst – cremig, vollwertig und ganz ohne raffinierten Zucker.
Von klassischen Sorten wie Vanille und Schokolade über fruchtige Sorbets bis hin zu Eis am Stiel, Eisbechern, selbstgemachten Waffelbechern, Toppings und Schokosauce.
Denn für mich gehört Eis einfach zum Sommer – nur eben aus natürlichen Zutaten.
👉 Hier geht es zum Eiskurs
💡 Wenn du beide Kurse kombinierst, kannst du diesen Eiskaffee Latte komplett von Grund auf selbst machen – von der Milch bis zum Eis.
Fazit
Manchmal entstehen die schönsten Rezepte aus ganz einfachen Zutaten.
Ein guter Kaffee.
Eine cremige Pflanzenmilch.
Eine Kugel Vanilleeis.
Mehr braucht es oft gar nicht.
Für mich zeigt dieses Rezept wunderbar, dass gesunde Ernährung keineswegs Verzicht bedeutet. Im Gegenteil. Mit hochwertigen Zutaten und etwas Kreativität entstehen Getränke und Desserts, die nicht nur unglaublich lecker schmecken, sondern auch zeigen, wie vielseitig die pflanzliche Küche sein kann.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren.
Und wenn dir solche Rezepte gefallen, freuen wir uns riesig, wenn du unseren YouTube-Kanal abonnierst und uns in den Kommentaren schreibst, wie dir der Eiskaffee geschmeckt hat. Das unterstützt unsere Arbeit unglaublich – und ich bin einfach so dankbar dafür.
Alles LiebeTheresa von Naturgenusswelt 🌿💚
Gesundes Ketchup selber machen – mein Blitz-Ketchup ohne Zucker in nur 5 Minuten
Ketchup selber machen ist einfacher, als die meisten denken. Aus selbstgemachter Tomatensauce, ein paar weichen Datteln und aromatischen Gewürzen zauberst du in wenigen Minuten ein unglaublich leckeres Ketchup – ganz ohne raffinierten Zucker, künstliche Süßstoffe oder unnötige Zusatzstoffe.
Warum ich Ketchup früher nie mochte
Wenn mir früher jemand Ketchup serviert hat, habe ich ihn fast immer stehen gelassen.
Als gelernte Köchin habe ich während meiner Ausbildung und später im Berufsalltag wahrscheinlich mehr Ketchup gesehen, als mir lieb war. Manchmal denke ich sogar, dass ich ein kleines Ketchup-Trauma davongetragen habe. Gefühlt stand zu jedem zweiten Gericht irgendwo eine Flasche auf dem Teller.
Ich war deshalb lange überzeugt, dass ich Ketchup einfach nicht mag.
Doch vor über 14 Jahren, als ich begann, mich pflanzlich zu ernähren und immer mehr Lebensmittel selbst herzustellen, wurde mir etwas klar:
Es war nie der Ketchup selbst, der mir nicht geschmeckt hat – sondern die Zutaten.
Viele gekaufte Ketchups enthalten große Mengen Zucker, Tomatenmark aus Konzentrat, Aromen oder weitere Zusatzstoffe. Genau diese Kombination hat mich geschmacklich nie überzeugt.
Also begann ich zu experimentieren.
Im Laufe der Jahre sind unzählige Ketchup-Rezepte entstanden. Manche werden eingekocht und begleiten uns das ganze Jahr über, andere werden fermentiert und entwickeln durch die Milchsäuregärung ein unglaublich tiefes Aroma.
Mein fermentiertes Ketchup gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Das ausführliche Rezept findest du übrigens in meinem Onlinekurs „Die Kunst der Fermentation". Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Gemüse, Saucen, Pasten und viele weitere Lebensmittel ganz natürlich fermentierst – für mehr Geschmack, eine längere Haltbarkeit und eine lebendige Küche voller wertvoller Mikroorganismen.
Wenn es im Alltag allerdings einmal schnell gehen soll, greife ich fast immer zu diesem Blitz-Ketchup.
Denn dafür brauche ich gerade einmal fünf Minuten. 💚
Warum wir unsere Lebensmittel fast alle selbst herstellen
Heute kaufen wir nur noch wenige verarbeitete Lebensmittel.
Stattdessen stellen wir den Großteil selbst her – von Pflanzenmilch über Joghurt, Sauerteigbrot und pflanzliche Käsealternativen bis hin zu Tomatensaucen, Ketchup, fermentierten Köstlichkeiten, Eis und vielem mehr.
Anfangs hätte ich nie gedacht, dass das einmal so selbstverständlich für uns werden würde.
Doch je mehr wir selbst hergestellt haben, desto mehr hat sich auch unser Geschmack verändert.
Plötzlich schmecken Tomaten wieder nach Tomaten.Kräuter dürfen ihr eigenes Aroma entfalten.Und selbst ein einfaches Ketchup wird zu etwas ganz Besonderem.
Das Schönste daran ist für mich, dass ich genau weiß, was in unserem Essen steckt.
Keine unnötigen Zusatzstoffe.
Keine künstlichen Aromen.
Kein raffinierter Zucker und keine künstlichen Süßstoffe.
Keine Zutaten, deren Namen ich erst nachschlagen muss.
Sondern ehrliche Lebensmittel, die richtig gut schmecken.
Für uns bedeutet Lebensmittel selbst herzustellen übrigens nicht Verzicht – sondern Freiheit. Freiheit zu entscheiden, welche Zutaten in unserem Essen landen und wie es am Ende schmecken soll.
Das Geheimnis unseres Blitz-Ketchups
Die Basis dieses Rezepts ist unsere selbstgemachte Tomatensauce.
Jedes Jahr freuen wir uns auf die Tomatenernte. Sobald unsere alten Tomatensorten reif sind, verbringen wir viele Stunden in der Küche und kochen unsere eigene Tomatensauce ein. Nach und nach füllen sich die Regale unserer Speisekammer mit unzähligen Gläsern – und wir können das ganze Jahr über auf den Geschmack sonnengereifter Tomaten zurückgreifen.
Genau diese Tomatensauce bildet die Grundlage für unser Blitz-Ketchup.
Dabei bauen wir ausschließlich alte Tomatensorten an. Sie unterscheiden sich geschmacklich deutlich von vielen Tomaten aus dem Supermarkt. Manche schmecken wunderbar süß und fruchtig, andere leicht würzig oder angenehm säuerlich. Dazu kommen ihre wunderschönen Farben – von Gelb über Orange bis Dunkelrot oder fast Schwarz.
Für mich beginnt guter Geschmack deshalb nicht erst in der Küche, sondern schon im Garten. 🌿
Blitz-Ketchup selber machen – das Rezept
Zutaten:
250 ml selbstgemachte Tomatensauce
2 EL Tomatenmark
1–3 weiche Datteln
1 EL Apfelessig
1 TL Senf
1 TL Paprikapulver edelsüß
½ TL Zwiebelpulver oder ½ kleine Zwiebel
½ TL Knoblauchpulver oder 1 kleine Knoblauchzehe
1 Prise Ceylon-Zimt
optional eine kleine Prise Nelkenpulver
Salz
Pfeffer
Optional: etwas Wasser, falls dir das Ketchup zu dick wird.
Zubereitung:
Gib alle Zutaten in ein hohes Gefäß.
Nun pürierst du alles mit einem Pürierstab, bis ein wunderbar cremiges Ketchup entsteht.
Jetzt probierst du das Ketchup und schmeckst es ganz nach deinem Geschmack ab.
Ist es dir noch etwas zu säuerlich, gib einfach noch eine Dattel dazu.
Falls das Ketchup etwas zu dick geworden ist, kannst du noch ein bis zwei Esslöffel Wasser oder etwas Tomatensauce ergänzen.
Zum Schluss füllst du dein Blitz-Ketchup in ein sauberes Schraubglas.
Fertig.
Einfacher und schneller lässt sich gesundes Ketchup kaum herstellen.
Meine Tipps, damit dein Ketchup richtig rund schmeckt
Ketchup lebt vom Zusammenspiel aus fruchtig, süß, säuerlich und würzig. Wenn dir beim Abschmecken noch etwas fehlt, hilft dir vielleicht das hier:
Zu säuerlich? Gib eine weitere weiche Dattel dazu und püriere noch einmal kurz durch.
Zu süß? Ein kleiner Spritzer Apfelessig bringt die Balance zurück.
Zu flach im Geschmack? Meistens fehlt einfach Salz. Taste dich in kleinen Schritten heran.
Zu dick? Ein bis zwei Esslöffel Wasser oder etwas zusätzliche Tomatensauce.
Deine Datteln sind hart? Dann weiche sie zehn Minuten in warmem Wasser ein. So werden sie schön weich und das Ketchup wird herrlich cremig.
Du magst es feiner? Ein leistungsstarker Mixer macht das Ketchup noch samtiger als der Pürierstab.
Und ein kleiner Hinweis aus Erfahrung: Ketchup schmeckt am nächsten Tag oft noch besser. Die Gewürze brauchen ein paar Stunden, um sich richtig zu verbinden. Schmeck es also ruhig noch einmal nach, bevor du dir sicher bist.
Wie lange hält sich das Blitz-Ketchup?
Da dieses Rezept nicht eingekocht wird, solltest du es im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn du sauber arbeitest und ein sterilisiertes Glas verwendest, hält sich das Blitz-Ketchup mindestens eine Woche, häufig sogar etwas länger.
Wir bereiten deshalb lieber kleinere Mengen frisch zu – so schmeckt es einfach am besten.
Warum wir Datteln statt Zucker verwenden
Zum Süßen verwende ich einige weiche Datteln.
Sie bringen eine angenehme natürliche Süße mit, harmonieren wunderbar mit den fruchtigen Tomaten und sorgen gleichzeitig für eine cremige Konsistenz.
So braucht es keinen raffinierten Zucker, keine künstlichen Süßstoffe und keine Geschmacksverstärker. Die natürliche Süße der Datteln rundet das Aroma perfekt ab und macht dieses Ketchup angenehm ausgewogen.
Perfekt zu unseren Lieblingsgerichten
Dieses Blitz-Ketchup passt hervorragend zu:
knusprigen Zucchini-Pommes
Zucchini-Puffern
Ofenkartoffeln
Süßkartoffel-Pommes
Burgern
Gemüsebratlingen
Grillgemüse
Bei uns steht fast immer ein kleines Glas davon im Kühlschrank.
Häufige Fragen zum Blitz-Ketchup
Kann ich auch gekaufte Tomatensauce oder passierte Tomaten verwenden?Ja, das funktioniert. Achte einfach darauf, dass keine Zusatzstoffe oder versteckter Zucker enthalten sind. Der Geschmack lebt allerdings von einer richtig guten Tomatenbasis – deshalb lohnt sich selbstgemachte Sauce so sehr.
Kann ich das Ketchup einfrieren?Ja. Fülle es dafür in kleine Gläser oder Behälter und lass oben etwas Platz. So hast du auch außerhalb der Tomatenzeit immer eine Portion parat.
Geht es auch ohne Datteln?Du kannst stattdessen zum Beispiel etwas Apfelmus verwenden. Datteln geben dem Ketchup aber diese wunderbar runde Süße und die cremige Konsistenz – für mich sind sie das Herzstück des Rezepts.
Ist das Rezept für Kinder geeignet?Absolut. Lass in dem Fall das Nelkenpulver weg und geh sparsam mit Pfeffer und Senf um. Kinder lieben es meistens etwas milder und fruchtiger.
Möchtest du noch viel mehr Lebensmittel selbst herstellen?
Genau solche Rezepte begleiten uns inzwischen seit vielen Jahren.
Früher hätte ich nie gedacht, dass wir einmal den Großteil unserer Lebensmittel selbst herstellen würden. Heute gehören selbstgemachte Pflanzenmilch, Joghurt, Sauerteigbrot, pflanzliche Käsealternativen, Fermente, Tomatensaucen, Ketchup, Eis und vieles mehr ganz selbstverständlich zu unserem Alltag.
Und genau dieses Wissen möchte ich an dich weitergeben.
Deshalb habe ich meinen Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen" entwickelt.
In diesem Kurs bekommst du nicht einfach nur eine Sammlung von Rezepten. Du lernst zu verstehen, warum bestimmte Zutaten verwendet werden, wie du vollwertige Mahlzeiten zusammenstellst und wie du mit einfachen, natürlichen Lebensmitteln unglaublich leckere Gerichte zaubern kannst.
Freu dich auf über 65 ausführliche Video-Lektionen, viele alltagstaugliche Rezepte und das Wissen aus meiner langjährigen Erfahrung als Köchin, Patissière und Ernährungstrainerin.
Du lernst unter anderem:
wie du ausgewogene pflanzliche Mahlzeiten zusammenstellst,
welche Zutaten in einer vollwertigen Küche nicht fehlen sollten,
wie du viele Lebensmittel ganz einfach selbst herstellen kannst,
wie gesundes Kochen wieder leicht und alltagstauglich wird,und natürlich viele einfache, rein pflanzliche Rezepte, die der ganzen Familie schmecken.
Viele Teilnehmer erzählen uns nach dem Kurs, dass sie heute viel entspannter kochen, deutlich mehr Lebensmittel selbst herstellen und endlich das Gefühl haben, ihre Ernährung wirklich selbst in der Hand zu haben.
Genau das wünsche ich mir auch für dich. 💚
👉 [Hier geht's zum Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen"]
Schau dir das Rezept auch auf YouTube an
Wenn du sehen möchtest, wie ich dieses Blitz-Ketchup Schritt für Schritt zubereite, dann schau dir gerne das passende YouTube-Video an.
Dort zeige ich dir genau, welche Konsistenz ich bevorzuge, welche Gewürze ich verwende und wie schnell dieses Rezept wirklich gelingt.
👉 [Hier geht's zum Video]
Fazit
Manchmal brauchen wir einfach eine zweite Chance.
Bei mir war das tatsächlich Ketchup.
Jahrelang dachte ich, ich würde ihn einfach nicht mögen. Heute weiß ich, dass es nie am Ketchup selbst lag, sondern an den Zutaten.
Seit ich ihn aus unserer eigenen Tomatensauce, natürlichen Gewürzen und etwas Dattelsüße zubereite, gehört er zu unseren absoluten Lieblingsrezepten.
Vielleicht wird dieses Blitz-Ketchup ja auch bei dir zu einem festen Bestandteil deiner Küche.
Bei uns gehört es inzwischen einfach dazu – und ehrlich gesagt kann ich mich kaum noch daran erinnern, wann wir das letzte Mal eine Flasche Ketchup gekauft haben.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Nachmachen und hoffe, dass dir dieses Rezept genauso gut schmeckt wie uns.
Alles LiebeTheresa von Naturgenusswelt 🌿💚
Knusprige Zucchini-Pommes aus dem Ofen – das perfekte Rezept für deine Zucchini-Ernte
Kennst du das? Im Frühjahr setzt man voller Vorfreude zwei kleine Zucchinipflanzen ins Beet. Und dann, irgendwann im Hochsommer, steht man mit einem vollen Korb in der Küche und denkt sich: Was mache ich jetzt bloß mit all diesen Zucchini?
Bei uns ist das jedes Jahr aufs Neue so. Erst die Freude über die ersten Früchte – und ein paar Wochen später die leise Ratlosigkeit, wenn schon wieder drei Stück auf der Anrichte liegen.
Nach Zucchinisuppe, Gemüsepfanne und Auflauf darf dann ruhig einmal etwas ganz anderes auf den Teller kommen.
Genau deshalb möchte ich heute eines unserer absoluten Lieblingsrezepte mit dir teilen: knusprige Zucchini-Pommes aus dem Ofen.
Außen herrlich goldbraun, innen wunderbar saftig – und das ganz ohne Frittieren. Zusammen mit einem cremigen Kräuter-Dip und unserem selbstgemachten gesunden Ketchup werden sie zu einem echten Lieblingsgericht. Nicht nur für Erwachsene übrigens. Gerade Kinder sind von diesen kleinen Stiften meist sofort begeistert.
Warum wir Zucchini so gerne verwenden
Zucchini gehören für uns zu den dankbarsten Pflanzen im Sommergarten. Mit ein wenig Pflege schenken sie über viele Wochen hinweg immer neue Früchte – manchmal fast schneller, als man sie ernten kann.
Das Schönste an ihnen ist ihre Vielseitigkeit. Ob als Gemüsepfanne, Zoodles, Auflauf, Kuchen oder eben als knusprige Pommes: Kaum ein Sommergemüse lässt sich so abwechslungsreich verwenden.
Durch ihren milden Geschmack nehmen Zucchini Gewürze besonders gut auf. Genau das macht sie zur perfekten Grundlage für eine würzige, knusprige Panade.
Und nebenbei liefern sie unter anderem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Frisch aus dem eigenen Garten schmecken sie ohnehin am aromatischsten – für mich gehören sie zu den schönsten Gemüsen des ganzen Sommers.
Rezept für knusprige Zucchini-Pommes
ZutatenFür die Zucchini-Pommes
2 mittelgroße Zucchini
80 g Vollkorn-Semmelbrösel
40 g grob gehackte Kürbiskerne
1 TL Paprikapulver edelsüß
½ TL Knoblauchpulver
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
½ TL Kurkuma (optional)
Salz und Pfeffer
Für die Panade
120 ml selbstgemachte Erbsenmilch (alternativ Sojamilch)
1 EL Hafermehl oder Dinkelmehl
Zubereitung
Die Zucchini längs halbieren und anschließend in etwa fingerdicke Stifte schneiden.
Die Stifte leicht salzen und etwa zehn Minuten ruhen lassen. Danach die entstandene Flüssigkeit vorsichtig mit einem Küchentuch abtupfen. Dieser kleine Schritt macht später den ganzen Unterschied – er sorgt dafür, dass die Zucchini wirklich knusprig werden.
Wenn du magst, röste die Kürbiskerne ein bis zwei Minuten trocken in einer Pfanne an. Sie entwickeln dabei ein wunderbar nussiges Aroma.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für die Panade die Erbsenmilch (oder Sojamilch) mit dem Hafermehl verrühren.
In einer zweiten Schüssel die Semmelbrösel, die grob gehackten Kürbiskerne und alle Gewürze miteinander vermengen.
Die Zucchinistifte zuerst durch die Milchmischung ziehen und anschließend sorgfältig in der Bröselmischung wenden.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und leicht mit etwas Olivenöl bepinseln oder besprühen.
Die Zucchini-Pommes etwa 25 bis 30 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit einmal wenden.
Wer sie besonders knusprig mag, schaltet zum Schluss noch für drei bis fünf Minuten die Grillfunktion dazu.
Warum wir selbstgemachte Pflanzenmilch verwenden
Für die Panade nehmen wir am liebsten selbstgemachte Erbsenmilch. Sie ist besonders cremig und lässt die Panade wunderbar an den Zucchini haften. Selbstgemachte Sojamilch funktioniert genauso gut.
Der große Vorteil selbstgemachter Pflanzenmilch: Du weißt ganz genau, was drin ist. Keine unnötigen Zusätze – und Geschmack wie Konsistenz kannst du völlig nach deinen eigenen Vorlieben anpassen.
💚 Für dieses Rezept haben wir unsere selbstgemachte Erbsenmilch verwendet – ein Rezept aus unserem bald erscheinenden Onlinekurs „Pflanzliche Milch selber herstellen".
Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du verschiedene pflanzliche Milchalternativen ganz einfach zu Hause herstellst – natürlich, vollwertig und ohne unnötige Zusatzstoffe. Dich erwarten nicht nur die Klassiker wie Erbsen-, Soja-, Hafer-, Mandel- oder Cashewmilch, sondern auch viele außergewöhnliche Sorten, von denen du vielleicht noch nie gehört hast. Dazu cremige Barista-Varianten, schnelle Alltagsrezepte und viele praktische Tipps für die Verwendung in der Küche.
Das Beste daran: Selbstgemachte Pflanzenmilch ist oft nicht nur günstiger als gekaufte Produkte, sondern enthält meist auch deutlich mehr von der eigentlichen Hauptzutat. So bestimmst du Qualität, Geschmack und Zutaten ganz selbst.
🌿 Wenn dich dieses Thema interessiert, melde dich gerne zu unserem Newsletter an. Dann erfährst du als Erste oder Erster, sobald der Kurs erscheint.
Cremiger Kräuter-DipZutaten
200 g Sojajoghurt (bei mir selbst fermentiert – wie das funktioniert, zeige ich dir schon bald)
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
Schnittlauch
Petersilie
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Alle Zutaten miteinander verrühren und den Dip vor dem Servieren etwa zehn Minuten ziehen lassen.
Die frischen Kräuter geben ihm eine herrlich sommerliche Note und harmonieren wunderbar mit den würzigen Zucchini-Pommes.
Unser Tipp: Gesundes Ketchup dazu
Am liebsten servieren wir zu den Zucchini-Pommes unser selbstgemachtes gesundes Ketchup. Es kommt ganz ohne raffinierten Zucker aus und passt einfach perfekt dazu.
💚 Falls dich das Rezept interessiert, schreib uns gerne einen Kommentar unter unserem YouTube-Video. Wenn genügend Interesse besteht, zeigen wir dir unser gesundes Ketchup Schritt für Schritt in einem eigenen Video.
Pflanzlich und vollwertig genießen
Rezepte wie dieses zeigen für mich am schönsten, wie einfach und genussvoll eine pflanzlich-vollwertige Ernährung sein kann.
Mit frischem Gemüse aus dem Garten, natürlichen Zutaten und ein wenig Kreativität entstehen Gerichte, die sättigen, schmecken und ganz nebenbei die Saison auf den Teller bringen.
Für uns bedeutet vollwertig nämlich nicht Verzicht, sondern Vielfalt. Je mehr frische Lebensmittel wir verwenden, desto mehr Geschmack bringt die Natur ganz von selbst mit.
💚 Wenn du noch mehr alltagstaugliche Rezepte und fundiertes Wissen rund um die pflanzlich-vollwertige Küche suchst, dann ist unser Onlinekurs „Pflanzlich vollwertig kochen" genau das Richtige für dich. Dort erwarten dich über 60 Videolektionen, viele leckere Rezepte, wertvolles Hintergrundwissen und praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die dir den Einstieg in eine gesunde pflanzliche Ernährung leicht machen.
Schau dir das Rezept auch auf YouTube an
In unserem YouTube-Video zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie diese knusprigen Zucchini-Pommes gelingen.Du siehst genau, wie die Panade besonders knusprig wird, welche kleinen Tricks wir beim Backen anwenden und wie wir die Pommes gemeinsam mit unserem cremigen Kräuter-Dip servieren.
🎥 Das komplette Video findest du jetzt auf unserem → YouTube-Kanal Naturgenusswelt.
Fazit
Wenn der Garten voller Zucchini ist, müssen es nicht immer Suppe oder Auflauf sein.Diese knusprigen Zucchini-Pommes sind eine einfache, gesunde und unglaublich leckere Möglichkeit, die Sommerernte einmal ganz anders zu genießen. Die knusprige Panade mit heimischen Kürbiskernen, der frische Kräuter-Dip und ein gesundes Ketchup machen daraus einen echten Sommerliebling.
Probier das Rezept gerne aus und verrate uns in den Kommentaren unter dem YouTube-Video, ob du die Zucchini-Pommes lieber mit unserem Kräuter-Dip oder mit einem gesunden Ketchup genießen würdest.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Nachkochen und Genießen!
Alles Liebe 🌿Theresa von Naturgenusswelt
Wassermelonen-Eis ohne Eismaschine – 2 geniale Varianten für heiße Sommertage
Gesundes Wassermelonen-Eis selber machen – ganz ohne Eismaschine, ohne Eisformen und ohne Mixer. In diesem Beitrag zeige ich dir zwei einfache Varianten: einmal die puristische Version mit nur einer einzigen Frucht und einmal unsere cremige Naturgenusswelt-Variante mit selbstgemachter Kokosmilch.
Das einfachste Eis der Welt?
An heißen Sommertagen greifen wir alle gerne zu einem Eis. Doch oft glauben wir, dass wir dafür eine Eismaschine, spezielle Eisformen oder zumindest einen leistungsstarken Mixer brauchen.
Genau da möchte ich dich heute überraschen: Es geht auch viel, viel einfacher.
Als ich diese Methode zum ersten Mal ausprobiert habe, konnte ich es selbst kaum glauben. Eine gefrorene Wassermelone, ein Löffel und ein Gefrierschrank – mehr braucht es für die erste Variante wirklich nicht.
Für mich zeigt dieses Rezept wieder einmal, wie unglaublich einfach gesunde Küche sein darf. Keine besonderen Geräte, keine langen Zutatenlisten. Die Natur schenkt uns bereits so viele wunderbare Lebensmittel – wir dürfen sie einfach nur genießen.
Und wenn du es gerne etwas cremiger magst, habe ich dir noch eine zweite Variante mitgebracht, die durch selbstgemachte Kokosmilch herrlich vollmundig wird.
Warum ich dieses Rezept liebe
🍉 ohne Eismaschine🍉 ohne Eisformen🍉 ohne raffinierten Zucker🍉 schnell vorbereitet🍉 perfekt für heiße Sommertage🍉 natürlich fruchtig
Variante 1 – Das einfachste Wassermelonen-Eis
Zutaten
½ reife Wassermelone
etwas frisch gepresster Limettensaft
Zubereitung
Die Wassermelone einmal quer in der Mitte durchschneiden, sodass du zwei Hälften hast.
Mit einem stabilen Löffel in der Mitte der Schnittfläche eine kleine Mulde aushöhlen – etwa 7–10 cm breit und 4–5 cm tief. Die Kerne, die dir dabei begegnen, einfach mit herausnehmen.
Die Melonenhälfte anschließend mehrere Stunden oder am besten über Nacht einfrieren.
Sobald die Melone vollständig gefroren ist, mit dem Löffel von der Mulde aus über die Oberfläche kratzen.
Durch das Aufkratzen entsteht eine wunderbar lockere Sorbet-Konsistenz – und die Mulde füllt sich ganz von selbst mit deinem Eis.
Zum Schluss nach Belieben mit etwas frischem Limettensaft verfeinern.
Variante 2 – Cremiges Wassermelonen-Eis mit Kokosmilch
Wenn du dein Eis noch cremiger magst, probiere unbedingt diese Variante.
Zutaten
½ reife Wassermelone
80–100 ml selbstgemachte Kokosmilch oder eine andere pflanzliche Milch – und
wenn du meinen Eiskurs hast, nimm mein Rezept für pflanzliche Sahne, das sich ideal für Eis eignet
etwas Limettensaft
optional etwas Dattelzucker oder Ahornsirup, falls deine Wassermelone wenig Süße mitbringt
Zubereitung
Die Wassermelonenhälfte genauso vorbereiten wie in Variante 1: Mulde aushöhlen und einfrieren.
Die gefrorene Melone anschließend kurz leicht antauen lassen.
Die Kokosmilch (oder deine pflanzliche Sahne) und etwas Limettensaft direkt in die Mulde geben.
Nun mit dem Löffel das gefrorene Fruchtfleisch aufkratzen und mit der Kokosmilch vermengen, bis eine schön cremige Konsistenz entsteht.
Je nach Süße der Melone kannst du zum Schluss noch etwas Dattelzucker oder einen Schuss Ahornsirup unterrühren.
Warum Wassermelonen so gut in den Sommer passen
Wassermelonen bestehen zu über 90 % aus Wasser und gehören genau deshalb zu den beliebtesten Sommerfrüchten.
Außerdem liefern sie unter anderem:🍉 Vitamin C🍉 Kalium🍉 den roten Pflanzenstoff Lycopin, der zur Gruppe der Carotinoide gehört🍉 natürliche Antioxidantien
Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sind Wassermelonen also eine wunderbare Möglichkeit, an heißen Tagen mehr Obst zu genießen.
Gesundes Eis darf einfach sein
Viele verbinden Eis noch immer mit viel Zucker, Sahne und langen Zutatenlisten. Dabei braucht es das alles gar nicht.
Mit reifen Früchten lassen sich unglaublich leckere Erfrischungen zubereiten, die den natürlichen Geschmack der Frucht in den Mittelpunkt stellen.
Für mich bedeutet gesunde Ernährung nämlich nicht Verzicht. Sie bedeutet, aus natürlichen Zutaten etwas Besonderes entstehen zu lassen.
Möchtest du noch viele weitere gesunde Eisrezepte kennenlernen?
Dieses Wassermelonen-Eis ist ein wunderbarer Einstieg.
Wenn du Lust bekommen hast, noch mehr gesunde Eisrezepte selbst herzustellen, dann wirst du unseren Onlinekurs „Gesundes Eis selbst gemacht" lieben.
Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Eis wie vom Profi zubereitest – nur eben in gesund: pflanzlich, vollwertig und ohne raffinierten Zucker. Von den großen Klassikern bis zu kreativen Sorten, ganz nach deinem Geschmack:
🍦 Vanille, Schokolade, Stracciatella, Nuss und Pistazie🍦 fruchtige Sorbets, Nicecream und Eis am Stiel🍦 Eisriegel, Eisbecher und knusprige Eishippen🍦 Toppings, Schokosauce und alles, was dazugehört
Außerdem lernst du:
🌿 wie dein Eis auch ohne Sahne wunderbar cremig wird – unter anderem mit meinem Rezept für pflanzliche Sahne, das sich ideal für Eis eignet🌿 welche natürlichen Süßungsmittel sich besonders eignen🌿 und wie du deine ganz eigenen Lieblingssorten entwickelst
Ich wünsche mir, dass du nach dem Kurs nie wieder das Gefühl hast, auf leckeres Eis verzichten zu müssen – sondern ganz einfach deine gesunden Lieblingssorten selbst herstellen kannst.
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Schau dir auch unser YouTube-Video an
In unserem neuen YouTube-Video zeigen wir dir beide Varianten Schritt für Schritt.Du siehst genau, wie einfach diese Methode funktioniert und warum wirklich jeder – ganz ohne Eismaschine, Eisformen oder Mixer – gesundes Wassermelonen-Eis selbst herstellen kann.
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Fazit
Manchmal sind die einfachsten Rezepte die schönsten.Eine Wassermelone, ein Löffel und ein Gefrierschrank reichen bereits aus, um eine herrlich natürliche Sommererfrischung zu zaubern.Und wenn du es besonders cremig magst, probiere unbedingt die zweite Variante mit selbstgemachter Kokosmilch.Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren und Genießen.
Alles LiebeTheresa von Naturgenusswelt 🌿
Sommersteinpilz erkennen: Der erste Steinpilz des Jahres – und worauf es wirklich ankommt
Es gibt diesen einen Moment im Frühsommer, auf den ich mich jedes Jahr freue: den ersten Steinpilz. Vor kurzem war es wieder so weit – draußen im Wald, zwischen Buchenlaub, stand er da. Und weil mich immer wieder Fragen dazu erreichen, möchte ich dir in diesem Beitrag in Ruhe zeigen, wie du den Sommersteinpilz erkennst, wie du ihn vom Fichtensteinpilz unterscheidest und worauf du achten solltest, bevor du selbst losziehst.
Ich bin Benjamin von Naturgenuss Welt, Garten- und Permakulturexperte – und heute nehme ich dich ausnahmsweise nicht mit in den Garten, sondern in den Wald.
Warum mich Pilze so begeistern
In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit Pilzen beschäftigt – mit dem Sammeln im Wald genauso wie mit dem eigenen Anbau. Für mich ist das etwas sehr Wertvolles. Ich lebe rein pflanzlich, und Pilze sind für mich eine der besten fleischlichen Alternativen überhaupt: schmackhaft, proteinreich und richtig gesund. Es gibt unzählige Wege, sie zu verwenden – man kann sie zubereiten, selbst züchten oder eben draußen im Wald finden.
Bevor ich aber zum Steinpilz selbst komme, möchte ich dir drei Dinge mitgeben, die mir persönlich sehr am Herzen liegen, wenn man in den Wald geht. Sie haben mit dem Pilz erst einmal gar nichts zu tun – und sind für mich trotzdem das Fundament von allem.
1. Geh mit Respekt in den Wald
Für mich beginnt gutes Sammeln mit einer Haltung: mit Respekt gegenüber der Natur, den Bäumen und den Tieren. Damit meine ich nicht in erster Linie, nichts kaputtzumachen – das versteht sich von selbst. Ich meine vor allem die Art, wie wir uns im Wald bewegen.
Immer wieder begegne ich Menschen, die mit zwei, drei Körben unterwegs sind und sich dabei so laut unterhalten, als wären sie mitten in der Stadt. Das finde ich schade. Denn wenn du dich auf die Ruhe des Waldes einlässt, passiert etwas Doppeltes: Du begegnest dem Ort mit Achtung – und gleichzeitig gibt der Wald dir etwas zurück. Dein Stresspegel sinkt, du kommst wieder mehr bei dir an.
Also: geh leise, lauf achtsam, tampel nicht durchs Unterholz. Die Tiere spüren das, und auf ihre eigene Weise auch die Bäume. Wenn wir schon etwas aus der Natur mitnehmen, dürfen wir ihr ruhig mit Respekt begegnen.
2. Lass die Gier zu Hause
Der zweite Punkt begegnet mir gerade in den sozialen Medien ständig: Viele sehen nur, wie viel sie mitnehmen können, statt ein gesundes Maß für sich zu finden. Man könnte es ein Stück weit Gier nennen.
Versteh mich nicht falsch – einen einzelnen Fruchtkörper zu entnehmen, ist überhaupt nicht schlimm. Der Pilz, den du siehst, ist nur der Fruchtkörper, so wie der Apfel am Baum. Du erntest den Apfel, und dem Baum schadet das nicht. Das eigentliche Lebewesen bleibt im Boden.
Was ich meine, ist die innere Einstellung. Wenn ich nur in den Wald gehe, um meinen Korb vollzumachen, komme ich selten wirklich zufrieden zurück. Gehe ich dagegen ohne Erwartung hinein – ohne unbedingt etwas finden zu müssen –, dann schenkt mir der Wald genau das, was gerade da ist. Und erstaunlich oft sind es dann die schönsten Funde.
3. Deine Sicherheit: Pilze richtig kennenlernen
Der dritte Punkt ist deine eigene Sicherheit. Ja, es gibt giftige Pilze, manche sogar tödlich giftig. Aber davor muss niemand Angst haben, der sich Zeit nimmt, von erfahrenen Menschen lernt und ein echtes Gefühl für die Merkmale entwickelt.
Deshalb rate ich dir: Zieh nicht ohne Vorwissen los. Beschäftige dich lieber ein bisschen länger mit dem Thema und beginne mit Pilzen, die leicht zu erkennen sind und keine gefährlichen Doppelgänger haben. Und genau hier ist der Steinpilz ein idealer Einstieg.
Die giftigen Verwandten unter den Röhrlingen – und warum du keine Angst haben musst
Das Beruhigende zuerst: Unter den Röhrlingen gibt es keinen einzigen tödlich giftigen Pilz. Es lohnt sich trotzdem, drei Kandidaten zu kennen, damit du sie sicher einordnen kannst.
Der bekannteste ist der Satansröhrling. Er ist meist grau-weißlich, hat rote Röhren und einen weinrot getönten Stielfuß. Schneidet man ihn an, verfärbt er sich blaugrau, und er riecht unangenehm. Er kann kräftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen, ist aber nicht lebensbedrohlich – und man begegnet ihm ohnehin selten, weil er warme Kalkböden braucht.
Dann sind da die Hexenröhrlinge, der Flockenstielige und der Netzstielige. Sie sind ein Sonderfall: roh sind sie giftig, gut durchgegart aber ausgezeichnete, sehr schmackhafte Speisepilze. Entscheidend ist, dass man sie wirklich gründlich durchbrät oder -kocht. Erkennen kannst du sie an den roten Röhren und daran, dass ihr Fleisch beim Anschnitt sofort kräftig blau anläuft. Ein paar Menschen vertragen sie selbst gegart nicht besonders gut – taste dich also langsam heran.
Der dritte im Bunde ist der Schönfußröhrling. Er liegt irgendwo zwischen giftig und ungenießbar: bitter und leicht giftig, aber längst nicht so stark wie der Satansröhrling. Ihn erkennst du an den gelben Röhren und dem rötlich getönten Stiel.
Und jetzt kommt der Grund, warum dich das alles nicht abschrecken muss: Diese drei sehen dem Sommer- oder Fichtensteinpilz gar nicht wirklich ähnlich. Sie alle haben rote oder gelbe Röhren und laufen beim Anschnitt blau an. Beim Steinpilz bleibt das Fleisch dagegen schön weiß, es verfärbt sich nicht, und die Röhren sind weißlich, später höchstens gelblich-grün – niemals rot. Merkst du dir diese zwei Dinge, kannst du den Steinpilz kaum noch verwechseln.
Sommersteinpilz erkennen: das wichtigste Merkmal
Schau dir zuerst die Kappe an. Beim Sommersteinpilz ist sie wunderschön hellbraun, und auch der Stiel ist bräunlich-hell. Das ist fast immer der Fall.
Das für mich wichtigste Erkennungsmerkmal ist aber die Haut am Stiel: Sie trägt eine feine, netzförmige Zeichnung, ganz oben meist weißlich. Bei jungen Exemplaren sieht man dieses Netz besonders deutlich. Und das Entscheidende – kein anderer Pilz hat es in dieser Form. Wenn du dieses Netz findest, hast du zu hundert Prozent einen Steinpilz vor dir.
Es gibt noch ein zweites Zeichen, das eher der Sommersteinpilz zeigt: Wenn nach einer feuchten Phase die Fruchtkörper gesprossen sind und es danach ein paar Tage richtig heiß wird – über dreißig Grad –, beginnt die oberste Schicht der Kappe aufzureißen. Diese feinen Risse auf dem Hut sind typisch für ihn.
Sommersteinpilz oder Fichtensteinpilz? Der Unterschied liegt im Wald
Der Name verrät schon viel. Der Fichtensteinpilz trägt die Fichte im Namen, einen Nadelbaum – und genau dort wächst er auch: im Nadelwald. Kann aber auch genauso im Buchen oder Mischwald vorkommen ohne Fichten.
Beim Sommersteinpilz ist es anders. Bei Fichten oder Kiefern findest du ihn eher selten. Er fühlt sich unter Buchen, Eichen und Kastanien zu Hause. Wenn du also viel Buchenlaub am Boden siehst, stehst du an einer vielversprechenden Stelle.
Und warum überhaupt „Sommer"steinpilz? Weil er es warm mag. Er braucht Temperaturen etwa zwischen 18 und 26 Grad und dazu ordentlich Regen – am liebsten warmen Regen. Bei passendem Wetter tritt er schon Anfang Mai auf, meistens aber zwischen Juni und August. Wie fast alle Pilze braucht er eine gewisse Feuchtigkeit, damit er sprießt.
So sammelst du richtig
Am schönsten ist der Sommersteinpilz jung und fest. Achte dabei auf die Röhren an der Unterseite: Sie sollten noch relativ weiß sein. Werden sie grünlich, beginnt der Pilz bereits, sich auszusporen – dann eignet er sich immer noch gut zum Trocknen oder für ein kräftiges Gulasch.
Ein Tipp, der mir wichtig ist: Lass ältere Exemplare stehen. Selbst ein an sich essbarer Pilz kann eine Eiweißvergiftung auslösen, wenn er einfach überständig ist. Sammle ihn deshalb, solange er frisch und fest ist und sich nicht eindrücken lässt. Dann hast du wirklich Freude an ihm.
Der Pilz und der Baum: eine echte Freundschaft
Pilze haben, wie alles in der Natur, ihre Aufgabe. Der Sommersteinpilz lebt in einer Symbiose mit Buchen, Eichen und Kastanien, der Fichtensteinpilz mit der Fichte. Man nennt diese Verbindung Mykorrhiza: Der Pilz gibt dem Baum etwas, und der Baum gibt dem Pilz etwas zurück, damit beide wachsen können. Der eine liefert Zucker, der andere Wasser und Nährstoffe – eine echte Partnerschaft unter der Erde.
Wenn du das weißt, gehst du mit anderen Augen durch den Wald. Du beginnst, die Bäume zu lesen: Hier eine Buche, dort ein alter Eichenbestand. Eichenwälder sind selten geworden, aber Buchen und Kastanien findet man zum Glück noch einige.
Zum Schluss
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du mehr rund um Pilze, Permakultur und Garten möchtest, dann schau gerne regelmäßig bei Naturgenuss Welt vorbei – so unterstützt du auch unsere Arbeit.
Ich wünsche dir von Herzen viel Freude, Achtsamkeit und offene Augen beim nächsten Waldbesuch. Alles Gute – und bis zum nächsten Mal.
Benjamin von Naturgenusswelt
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine fachkundige Pilzberatung. Bestimme Pilze immer anhand mehrerer Merkmale und Quellen und ziehe im Zweifel eine Pilzsachverständige oder einen Pilzsachverständigen hinzu.
Erdbeer-Sorbet aus 3 Zutaten selber machen 🍓 zuckerfrei, vegan & in 5 Minuten
Cremiges Erdbeereis ohne Sahne, ohne Eismaschine und ohne raffinierten Zucker – schneller, als der Eiswagen um die Ecke fährt
Stell dir vor: Es hat 35 Grad, die Sonne knallt, und der Heißhunger auf Eis ist plötzlich da. 🌞 Bei mir gab's die Lösung schon immer in der eigenen Küche – statt zur Eisdiele zu gehen, habe ich mein Eis am liebsten selbst gemacht. Und heute geht das schneller denn je: Gefrierfach auf, Mixer an – und 5 Minuten später halte ich ein cremiges Erdbeer-Sorbet in der Hand, das (ganz ehrlich!) besser schmeckt als so manche Kugel aus der Eisdiele. 🍓
Und das Beste: Es braucht nur 3 Zutaten. Keine Sahne, kein Ei, kein raffinierter Zucker, keine Eismaschine. Die natürliche Süße kommt allein von den Datteln und den Erdbeeren – mehr braucht es einfach nicht.
Ich habe dieses Rezept in meiner Zeit als vegane Köchin unzählige Male gemacht, und es ist immer das Gleiche: Ein Löffel, ein erstauntes „Das ist WIRKLICH nur aus 3 Zutaten?!" – und dann ist die Schüssel auch schon leer. 😄
Zutaten
Für ca. 2–3 Portionen cremiges Erdbeer-Sorbet
500 g gefrorene Erdbeeren
4–5 weiche Datteln
1–2 EL weißes Mandelmus
30–50 ml Wasser (am besten das Einweichwasser der Datteln)
optional: 1 TL Zitronensaft für extra Frische 🍋
Mein Tipp: Sind deine Datteln eher fest, weiche sie kurz in warmem Wasser ein – und nutze genau dieses Wasser dann zum Mixen. So geht keine natürliche Süße verloren.
So mache ich mein Erdbeer-Sorbet
1. Dattel-Creme mixenZuerst mixe ich die Datteln gemeinsam mit dem Wasser zu einer feinen, glatten Creme. Das ist die Basis für die natürliche Süße. 🌿
2. Erdbeeren & Mandelmus dazuDann kommen die gefrorenen Erdbeeren und das Mandelmus mit in den Mixer.
3. Cremig pürierenJetzt alles zu einem cremigen Sorbet pürieren. Falls dein Mixer streikt oder es zu fest ist: einfach esslöffelweise etwas Wasser nachgeben, bis die Konsistenz perfekt cremig ist.
4. Genießen oder kurz einfrierenDirekt löffeln für herrlich cremiges Softeis – oder für 30–60 Minuten ins Gefrierfach, wenn du es etwas fester magst. 🍦
Warum dieses Sorbet so cremig wird
Das Geheimnis ist das Mandelmus. Es sorgt für eine wunderbar cremige, vollmundige Konsistenz und macht aus gefrorenen Erdbeeren ein richtig samtiges Eis – ganz ohne Sahne und ohne raffinierten Zucker. Genau das ist der Unterschied zwischen „gefrorenem Obstbrei" und einem echten Sorbet, das man nicht mehr aus der Hand geben möchte.
Gut zu wissen: Erdbeeren sind kleine Sommer-Helden 🍓
Erdbeeren gehören nicht umsonst zu den beliebtesten Sommerfrüchten – sie schmecken nicht nur herrlich, sie haben auch einiges zu bieten:
🍓 Sie liefern von Natur aus Vitamin C – oft sogar mehr, als viele vermuten.🍓 Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane, die ihnen ihre schöne rote Farbe geben.🍓 Sie bringen Ballaststoffe mit und sind im Vergleich zu vielen Süßigkeiten eher kalorienarm.🍓 Durch ihre natürliche Süße braucht man für gesunde Desserts und Eisrezepte oft viel weniger zusätzliche Süße als gedacht.
Kurzum: eine wunderbar natürliche Alternative zu stark verarbeiteten Süßigkeiten – und ein leckerer Weg, mehr Obst in den Alltag zu bringen. 🌱
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Wenn dir dieses Erdbeer-Sorbet schmeckt, dann wirst du das hier lieben: meinen gesunden Eiskurs – 100 % pflanzlicher Genuss. 🌿
Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du cremiges Vanilleeis, Schokoeis, selbstgemachtes Magnum, Fruchteis, sommerliche Eisbecher und viele weitere Sorten ganz einfach selbst zauberst – natürlich pflanzlich und ohne raffinierten Zucker. Eis genießen ganz ohne schlechtes Gewissen. 🍦
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Alles Liebe,deine Theresa von Naturgenusswelt 🌿
Gesunder Eistee selber machen – Zuckerfrei & natürlich
Mein gesunder Eistee 🍋🌿 erfrischend, natürlich & ohne Zucker
Apfel, Orange, Zitrone & Minze – mein Lieblingsrezept für heiße Sommertage
Ich erinnere mich noch genau an die erste Hitzewelle, als ich diesen Eistee zum ersten Mal in einem meiner Live-Kurse gemacht habe. Die Küche war voll, draußen flimmerte die Luft, und alle waren ein bisschen erschöpft von der Wärme. Dann habe ich ein paar Gläser von diesem selbstgemachten Eistee herumgereicht – und plötzlich ging ein Strahlen durch den ganzen Raum. 🌞
In meiner Zeit als vegane Küchenchefin habe ich unzählige Rezepte ausprobiert und an meine Kursteilnehmer:innen weitergegeben. Aber bei kaum einem war die Begeisterung so groß wie bei diesem einfachen Eistee. „Den mache ich ab jetzt jeden Sommer!" – das habe ich so oft gehört. Und ehrlich gesagt geht es mir genauso.
Während gekaufter Eistee oft randvoll mit Zucker, künstlichen Aromen und Farbstoffen steckt, brauche ich für meine Variante nur ein paar natürliche Zutaten: frisches Obst, ein paar Handvoll Minze und gutes Wasser. Mehr nicht. 🌿
Bei uns zu Hause ist dieser Eistee im Sommer fast nicht wegzudenken. Benjamin liebt ihn mindestens genauso sehr wie ich – und manchmal komme ich kaum hinterher, so schnell ist die Kanne wieder leer. 😄 Es gibt eben kaum etwas Schöneres, als an einem heißen Nachmittag mit einem beschlagenen Glas im Schatten zu sitzen, die Beine hochzulegen und einfach durchzuatmen.
Genau diese kleinen, gesunden Erfrischungen zeigen für mich immer wieder, wie unkompliziert und genussvoll eine natürliche Ernährung sein darf.
Zutaten:
Für ca. 2 Liter erfrischenden Eistee:
2 Äpfel
2 kleine Zitronen (oder 1 große)
2 Orangen
2 Handvoll frische Pfefferminze (oder Zitronenverbene)
2 Liter Wasser
Mein Tipp: Verwende für die Schale unbedingt ungespritztes, unbehandeltes Obst aus guter Qualität – dazu unten mehr. 🍊
So mache ich meinen Eistee:
1. Den Tee aufsetzenIch bringe zuerst nur die Hälfte des Wassers (also 1 Liter) zum Kochen. Dann schneide ich die Äpfel hinein und lasse sie kurz mitaufkochen – so geben sie ihre natürliche Süße und ihr fruchtiges Aroma ab.
2. Minze hinzugeben & ziehen lassenJetzt nehme ich den Topf von der Hitze und gebe die Pfefferminze (oder Zitronenverbene) dazu. Alles für 5 Minuten ziehen lassen – und schon duftet die ganze Küche herrlich frisch. 🌿
3. Gut abkühlen lassenDann heißt es: abkühlen lassen. Am liebsten stelle ich den Tee in den Kühlschrank. Wenn es schneller gehen soll, helfen ein paar Eiswürfel wunderbar nach.
4. Obst auspressenSobald der Tee abgekühlt ist, presse ich die Zitronen und Orangen frisch hinein. Wer mag, gibt jetzt noch ein paar Blätter frische Minze dazu.
5. Mit dem restlichen Wasser auffüllenNun kommt die zweite Hälfte des Wassers (der zweite Liter) dazu – so kühlt der Eistee gleich noch schneller ab und wird angenehm leicht.
6. Nochmals ziehen lassen & genießenZum Schluss lasse ich meinen Eistee am liebsten noch einmal im Kühlschrank durchziehen – dann entfalten sich die Aromen am schönsten. Und dann heißt es nur noch: genießen! 🥤
Meine Tipps für den perfekten Eistee
🍋 Pur oder gestreckt: Du kannst den Eistee pur trinken oder ihn – so wie ich es am liebsten mache – noch mit etwas Wasser strecken. So wird er besonders leicht und durstlöschend.
🍊 Zitrone & Orange mitziehen lassen: Für ein intensiveres Aroma kannst du Zitronen- und Orangenscheiben gleich mit in den Tee geben und mitziehen lassen. Achte dabei aber unbedingt auf gute Qualität – ungespritzt und unbehandelt, denn hier wird auch die Schale mitgenossen.
🌿 Kräuter nach Lust und Laune: Pfefferminze und Zitronenverbene sind meine Favoriten – aber auch frische Melisse oder ein Hauch Basilikum bringen herrliche Sommernoten ins Glas.
Warum ich solche natürlichen Erfrischungen so liebe
Viele gekaufte Getränke versprechen Erfrischung – liefern aber vor allem Zucker, Aromen und Zusatzstoffe. Dabei kann eine Erfrischung so einfach, natürlich und nährend sein. 🌱
Mein Eistee ist:
erfrischend und durstlöschend
ohne raffinierten Zucker
voller Frucht und frischer Kräuter
in wenigen Minuten vorbereitet
Genau diese kleinen, unkomplizierten Rezepte machen den Sommer für mich so schön – mit gutem Gefühl bei jedem Schluck. Und wenn ich sehe, wie sehr Benjamin und unsere Kursteilnehmer:innen sie lieben, dann weiß ich: gesunder Genuss darf wirklich Freude machen.
🍦 Du liebst kühle Erfrischungen im Sommer? Dann habe ich noch etwas für dich!
Wenn dir mein Eistee schmeckt, dann wirst du das hier lieben: meinen gesunden Eiskurs – 100 % pflanzlicher Genuss. 🌿
Eis war nie das Problem – ungesunde Sahne, raffinierter Zucker und Zusatzstoffe waren es. In meiner Zeit als gelernte Patissière und vegane Köchin habe ich genau gelernt, wie cremiges Eis wirklich gelingt. In diesem Kurs gebe ich all dieses Wissen an dich weiter: wie cremiges, vollwertiges Eis ganz ohne tierische Sahne, Ei oder raffinierten Zucker entsteht. Genuss ohne schlechtes Gewissen – einfach, alltagstauglich und gelingsicher.
Das erwartet dich im Kurs:
🎥 ca. 35 kompakte Videos – Schritt für Schritt erklärt🍦 Eis mit & ohne Eismaschine🍓 cremiges Nicecream, Fruchtsorbet, Vanille- & Schokoladeneis🧊 sommerliche Wassereis-Variationen, Erdbeereis & selbstgemachtes Magnum🍪 Spezialsorten von Cookie Dough bis Snickers-Eisriegel🧇 selbstgemachte Waffeln, Toppings, Frucht- & Schokosauce📕 E-Book inklusive – alle Rezepte zum Nachschlagen & Ausdrucken🔓 lebenslanger Zugang in deinem eigenen Tempo
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So holst du dir den ganzen Sommer cremigen, gesunden Eisgenuss nach Hause – die perfekte Begleitung zu deinem selbstgemachten Eistee. 🍦🌿
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Genießen, beim Ausprobieren und einen wunderschönen, erfrischenden Sommertag ☀️🍋
Hier kannst du dir im YouTube-Video Schritt für Schritt ansehen, wie ich diesen gesunden Eistee zubereite.
👉 Zum YouTube-Video mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Alles Liebe,deine Theresa von Naturgenusswelt 🌿
Gesunder Nudelsalat – proteinreich, sättigend & gut für die Darmflora
Vollwertiger Nudelsalat mit fermentierten Gurken – gut für die Darmflora, sättigend & alltagstauglich
Wenn ich Menschen erzähle, dass ich mich seit über 14 Jahren pflanzlich vollwertig ernähre, bekomme ich oft dieselbe Frage gestellt:
„Was isst du eigentlich unterwegs, auf Reisen oder an heißen Sommertagen?“
Viele glauben, eine gesunde pflanzliche Ernährung sei aufwendig oder man müsse ständig frisch kochen.
Meine Erfahrung ist genau das Gegenteil.
Gerade im Sommer liebe ich Gerichte, die sich gut vorbereiten lassen, sättigen, viele Nährstoffe liefern und auch unterwegs wunderbar schmecken.
Und genau deshalb gehört dieser sommerliche Vollwert-Nudelsalat seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsrezepten.
Er vereint alles, was mir wichtig ist:
👉 viel Gemüse👉 wertvolle Ballaststoffe👉 pflanzliches Protein👉 gesunde Fette👉 und durch die fermentierten Gurken (und Gemüse) sogar lebendige Fermente
Für mich ist das der perfekte Sommersalat.
Warum dieser Nudelsalat so besonders ist
Klassische Nudelsalate bestehen oft hauptsächlich aus weißen Nudeln, Mayonnaise mit ungesundem Öl und wenigen frischen Zutaten.
Dieser Nudelsalat geht einen anderen Weg.
Die Vollkornnudeln liefern langanhaltende Energie und wertvolle Ballaststoffe.
Die Kichererbsen sorgen für pflanzliches Eiweiß und machen den Salat angenehm sättigend.
Paprika, Tomaten, Petersilie und Gurken bringen Frische, Vitamine und Farbe auf den Teller.
Und das Besondere:
Die fermentierten Gurken verleihen dem Salat nicht nur ein wunderbar würziges Aroma, sondern machen ihn auch zu etwas ganz Besonderem.
Fermentierte Gurken – ein Highlight für die Darmflora
Ich fermentiere mittlerweile seit vielen Jahren und liebe es, Fermente in meinen Alltag einzubauen.
Die fermentierten Gurken bringen eine angenehme Säure und eine geschmackliche Tiefe mit, die man mit normalen Essiggurken kaum erreicht.
Zusätzlich verwende ich gerne etwas Fermentlake im Dressing.
Dadurch entsteht ein besonders frischer Geschmack, der perfekt zu warmen Sommertagen passt.
Für mich zeigt dieses Rezept sehr schön, wie einfach sich Fermente in die Alltagsküche integrieren lassen.
Sommerlicher Vollwert-Nudelsalat mit fermentierten Gurken
Zutaten für 4 PersonenFür den Salat
300 g Vollkornnudeln
200 g Kichererbsen (gekocht)
150 g fermentierte Gurken
1 frische Gurke
250 g Cocktailtomaten
1 rote Paprika
1 kleine rote Zwiebel
1 Handvoll frische Petersilie
2 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Kürbiskerne
Für das Dressing
3 EL Olivenöl
2 EL Fermentlake von den Gurken
Saft einer halben Zitrone
1 EL Senf
2 EL Hefeflocken
1 kleine Knoblauchzehe
½ TL Salz
etwas Pfeffer
Zubereitung
Die Vollkornnudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen. Anschließend abgießen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken und vollständig auskühlen lassen.
Währenddessen die fermentierten Gurken, die frische Gurke, die Cocktailtomaten, die Paprika und die rote Zwiebel in kleine Stücke schneiden. Die Petersilie fein hacken.
Für das Dressing Olivenöl, Fermentlake, Zitronensaft, Senf, Hefeflocken, die fein gehackte Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren.
Nun die ausgekühlten Nudeln zusammen mit den Kichererbsen, dem Gemüse, den Sonnenblumenkernen und den Kürbiskernen in eine große Schüssel geben.
Das Dressing darüber verteilen und alles gut vermengen.
Zum Schluss die Petersilie unterheben und den Salat idealerweise 20–30 Minuten ziehen lassen. So können sich die Aromen besonders gut entfalten.
Mein Tipp
Dieser Salat schmeckt sogar noch besser, wenn er einige Stunden durchziehen darf.
Ich bereite ihn deshalb oft am Vorabend zu und nehme ihn am nächsten Tag mit.
Perfekt für:
☀️ Grillabende☀️ Picknicks☀️ Meal Prep☀️ Sommerfeste☀️ Büro oder Reisen☀️ heiße Sommertage
Fermentierte Gurken selbst herstellen
Die fermentierten Gurken machen diesen Nudelsalat für mich zu etwas ganz Besonderem.
Sie sorgen nicht nur für ein wunderbar würziges Aroma, sondern bringen auch eine ganz neue Geschmackswelt in die Küche.
Wenn du lernen möchtest, wie du fermentierte Gurken, Sauerkraut, Kimchi und viele weitere Fermente ganz einfach selbst herstellst, dann findest du alles Schritt für Schritt in meinem Onlinekurs:
„Die Kunst der wilden Fermentation“
Dort lernst du nicht nur die Grundlagen der Fermentation.
Du verstehst auch, worauf es wirklich ankommt, damit deine Fermente sicher gelingen und du sie mit Freude in deinen Alltag integrieren kannst.
Im Kurs erwarten dich zahlreiche Fermente für das ganze Jahr:
Gemüsefermente wie Sauerkraut, Kimchi oder fermentierte Gurkenkreative Fermente aus ObstKräuterfermentebesondere SpezialfermenteFermente aus Pilzen und weiteren spannenden Zutaten
Außerdem zeige ich dir viele alltagstaugliche Rezepte, mit denen du Fermente ganz einfach in deine tägliche Ernährung integrieren kannst, von Dressings über Snacks bis hin zu vollwertigen Mahlzeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses ist das Thema Darmgesundheit. Du erfährst, warum Fermente seit Jahrhunderten geschätzt werden und welche Rolle sie im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung spielen können.
Kurz gesagt:
👉 Du lernst nicht nur Fermente herzustellen.
👉 Du lernst, wie Fermentation zu einem natürlichen Teil deiner Küche und deines Alltags werden kann.
Pflanzlich vollwertig kochen – einfacher als viele denken
Genau solche Rezepte zeigen sehr schön, worum es mir in meiner Küche geht.
Viele Menschen glauben, dass eine gesunde pflanzliche Ernährung kompliziert ist oder dass man ständig neue Rezepte und Superfoods braucht.
Nach über 14 Jahren pflanzlich vollwertiger Ernährung kann ich dir sagen:
Das Gegenteil ist der Fall.
Oft sind es einfache Gerichte wie dieser Nudelsalat, die zeigen, wie lecker, nährstoffreich und alltagstauglich die pflanzliche Küche sein kann.
Mit den richtigen Grundlagen wird es plötzlich ganz einfach, ausgewogene Mahlzeiten zusammenzustellen, die sättigen, wichtige Nährstoffe liefern und gleichzeitig richtig gut schmecken.
Genau dieses Wissen vermittle ich in meiner Masterclass:
„Pflanzlich vollwertig – Das Fundament einer pflanzlich-vollwertigen Küche“
Dort lernst du Schritt für Schritt:
wie du ausgewogene pflanzliche Mahlzeiten zusammenstellstwie du genügend Protein und wichtige Nährstoffe integrierstwelche Lebensmittel besonders wertvoll sindwie du pflanzlich kochst, ohne stundenlang in der Küche zu stehenund wie du Sicherheit im heutigen Ernährungsdschungel gewinnst
Denn gesunde Ernährung beginnt nicht mit Verzicht.
Sie beginnt mit einem soliden Fundament.
Und genau dieses Fundament möchte ich dir in meinem Kurs vermitteln.
Wenn mich jemand fragt, was ich an heißen Sommertagen esse, dann gehört dieser Nudelsalat definitiv zu meinen Favoriten.
Er ist einfach vorzubereiten, schmeckt wunderbar frisch, liefert wertvolle Nährstoffe und lässt sich perfekt mitnehmen.
Ein echtes Alltagsrezept, das zeigt, wie lecker eine pflanzlich vollwertige Ernährung sein kann.
🎥 Die Zubereitung zeigen wir dir auch Schritt für Schritt in unserem YouTube-Video:
👉 hier geht es zum Video
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim zubereiten und genießen.
Alles Liebe Theresa